Taltz® Ixekizumab

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Wie schneidet Taltz® (Ixekizumab) im Vergleich zu Guselkumab bei Psoriasis ab?

Ixekizumab war Guselkumab im Hinblick auf das Erreichen des primären Endpunktes von PASI 100 in Woche 12 in der IXORA-R Studie überlegen.

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de

Kurze Zusammenfassung

  • Ixekizumab erreichte bis Woche 12 sowohl den primären Endpunkt, der Überlegenheit bezüglich des Anteils an Patienten, die gemessen an PASI 100 im Vergleich zu Guselkumab eine vollständige Erscheinungsfreiheit der Haut zeigten, als auch alle wichtigen sekundären Endpunkte.1
  • Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte und PASI 100 in Woche 24 wurden auf Typ-1 Fehler kontrolliert, erreichten jeodch keine Überlegenheit. Die Nichtunterlegenheitsanalyse PASI 100 in Woche 24 wurde vorgegeben und wurde erreicht, wurde jedoch nicht auf Typ-1 Fehler kontrolliert.2,3
  • In IXORA-R wurden keine neuen Sicherheitsdaten beobachtet.2

IXORA-R: Vergleichsstudie zwischen Ixekizumab und Guselkumab bei Plaque-Psoriasis

Studiendesign

IXORA-R (Studie I1F-MC-RHCR) war eine 24-wöchige, multizentrische, doppelblinde, randomisierte Parallelgruppen Phase 4 Studie zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Ixekizumab im Vergleich mit Guselkumab bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Die Studie war darauf ausgelegt, die Schnelligkeit des Ansprechens mit mehreren wesentlichen sekundären Endpunkten zu frühen Zeitpunkten zu untersuchen.1

Die Patienten wurden 1:1 zu Ixekizumab (n = 520) oder Guselkumab (n = 507) randomisiert. Dosierungsschema war die zugelassene Dosierung gemäß Fachinformation:

  • Ixekizumab 160 mg Initialdosis in Woche 0, gefolgt von Ixekizumab 80 mg Q2W bis Woche 12, dann Ixekizumab 80 mg Q4W oder
  • Guselkumab 100 mg in Woche 0 und Woche 4, dann Guselkumab 100 mg Q8W.1

Der primäre Endpunkt von IXORA-R untersuchte, ob Ixekizumab gegenüber Guselkumab überlegen war; dies wurde anhand des Anteils an Patienten gemessen, welche PASI 100 in Woche 12 erreichten.1

Die wichtigen sekundären Endpunkte in der IXORA-R Studie sind die Anteile an Patienten, die folgendes erreichen:

  • PASI 50 in Woche 1
  • PASI 75 in Woche 2
  • PASI 90 in den Wochen 4 und 8
  • PASI 100 in den Wochen 4, 8, 24 und
  • sPGA (0) in Woche 12.1

Wirksamkeitsergebnisse

Wie in IXORA-R: Wirksamkeitsendpunkte PASI 100, PASI 90 und sPGA (0), ITT-Population, NRI und IXORA-R: Ansprechraten der gesteuerten primären und wesentlichen sekundären Wirksamkeitsendpunkte, ITT-Population, NRI gezeigt, erreichte Ixekizumab den primären Endpunkt. In Woche 12 zeigte sich eine Überlegenheit gegenüber Guselkumab beim Anteil der Patienten, die gemäß PASI 100 und allen wesentlichen sekundären Endpunkten bis Woche 12 eine vollständige Erscheinungsfreiheit erreichten. Mehr Patienten unter Ixekizumab erreichten eine Verbesserung als unter Guselkumab, und zwar bereits

  • in Woche 1 für PASI 50
  • in Woche 2 für PASI 75 und
  • in Woche 4 für sPGA (0), PASI 90 und PASI 100.1

Beim sekundären Wirksamkeitsendpunkt, PASI 100 in Woche 24, der auf Typ-1 Fehler kontrolliert wurde, wurde jedoch keine Überlegenheit erreicht. Die Nichtunterlegenheitsanalyse von PASI 100 in Woche 24 wurde vorgegeben und erreicht, war jedoch nicht auf Typ-1 Fehler kontrolliert.2,3

IXORA-R: Wirksamkeitsendpunkte PASI 100, PASI 90 und sPGA (0), ITT-Population, NRI2

Abkürzungen: GUS = Guselkumab; ITT = Intent-to-Treat; IXE = Ixekizumab; NRI = Non-Responder-Imputation; PASI = Psoriasis Area and Severity Index; sPGA = statische Gesamtbeurteilung durch den Arzt (static Physician's Global Assessment).

‡ p < 0,05 vs GUS.

† p < 0,01 vs GUS.

* p < 0,001 vs GUS.

Das schwarze Kästchen zeigt den primären Endpunkt für die Studie an.

PASI 100 in den Wochen 4, 8, 12 und 24, PASI 90 in den Wochen 4 und 8 und sPGA (0) in Woche 12 waren auf Fehler 1. Art kontrolliert. Alle anderen Analysen waren nicht auf Typ-1 Fehler kontrolliert.

IXORA-R: Ansprechraten der gesteuerten primären und wesentlichen sekundären Wirksamkeitsendpunkte, ITT-Population, NRI1,2

 

Guselkumab
n = 507
n (%)

Ixekizumab
n = 520
n (%)

p-Werta

Primärer Wirksamkeitsendpunkt

PASI 100 in Woche 12

126 (25)

215 (41)

< 0,001

Wesentliche sekundäre Endpunkte

PASI 50 in Woche 1

47 (9)

143 (28)

< 0,001

PASI 75 in Woche 2

26 (5)

119 (23)

< 0,001

PASI 90 in Woche 4

40 (8)

109 (21)

< 0,001

PASI 90 in Woche 8

182 (36)

304 (58)

< 0,001

PASI 100 in Woche 4

7 (1)

35 (7)

< 0,001

PASI 100 in Woche 8

69 (14)

154 (30)

< 0,001

sPGA (0) in Woche 12

128 (25)

218 (42)

< 0,001

PASI 100 in Woche 24b

265 (52)

260 (50)

0,414

Abkürzungen: ITT = Intent-to-Treat; NRI = Non-Responder-Imputation; PASI = Psoriasis Area and Severity Index; sPGA = statische Gesamtbeurteilung durch den Arzt (static Physician's Global Assessment).

aVergleiche in der ITT-Population wurden unter Verwendung des Cochran-Mantel-Haenszel-Tests durchgeführt, der nach gepooltem Prüfzentrum unter Verwendung einer Non-Responder-Imputation für fehlende Daten angepasst wurde.

bBeim sekundären Wirksamkeitsendpunkt, PASI 100 in Woche 24, der auf Fehler 1. Art kontrolliert wurde, wurde jedoch keine Überlegenheit erreicht. Die Nichtunterlegenheitsanalyse von PASI 100 in Woche 24 wurde vorgegeben und erreicht, war jedoch nicht auf Typ-1 Fehler kontrolliert.

Sicherheitsdaten

IXORA-R: Sicherheitsübersicht bis Woche 24 bietet einen Überblick der Sicherheitsdaten für alle Patienten, die ≥ 1 Dosis eines der beiden Arzneimittel erhalten haben. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Sicherheitsprofile von Ixekizumab und Guselkumab mit vorherigen Studien übereinstimmen.2

IXORA-R: Sicherheitsübersicht bis Woche 242,4

 

Guselkumab
n = 506
n (%)

Ixekizumab
n = 519
n (%)

TEAE insgesamt

286 (57)

323 (62)

Schwera

21 (4)

18 (3)

Tod

0

0

Schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis

16 (3)

18 (3)

Absetzen aufgrund von AE

8 (2)

15 (3)

Häufige TEAEb

Infektion der oberen Atemwege

41 (8)

40 (8)

Nasopharyngitis

27 (5)

34 (7)

Reaktionen an der Injektionsstellec

6 (1)

49 (9)

Kopfschmerzen

15 (3)

22 (4)

Diarrhö

17 (3)

16 (3)

AE von besonderem Interesse

Neutropenien

2 (0,4)

2 (0,4)

Infektionen

143 (28)

162 (31)

Schwerwiegende Infektionen

2 (0,4)

2 (0,4)

Opportunistische Infektionend

1 (0,2)

5 (1)

Mukokutane Candidiasis

0

3 (0,6)

Herpes zoster

1 (0,2)

2 (0,4)

Reaktivierte Tuberkulose

0

0

Depression

7 (1)

5 (1)

Malignome

3 (0,6)

4 (0,8)

Allergische Reaktionen

13 (3)

19 (4)

Mögliche Anaphylaxiee

1 (0,2)

0

Reaktionen an der Injektionsstellef

19 (4)

67 (13)

MACEg

2 (0,4)

4 (0,8)

Zerebro-kardiovaskuläre Ereignisseg

4 (0,8)

7 (1)

Entzündliche Darmerkrankungg

0

1 (0,2)

Morbus Crohn

0

1 (0,2)h

Ulzerative Kolitisi

0

0

Hepatische Ereignissej

8 (2)

7 (1)

Abkürzungen: AE = unerwünschtes Ereignis (adverse event); MACE = schwerwiegendes unerwünschtes Herzereignis (major adverse cardiac event); MedDRA = medizinisches Wörterbuch für Aktivitäten im Rahmen der Arzneimittelzulassung (Medical Dictionary for Regulatory Activities); TEAE = während der Therapie aufgetretenes unerwünschtes Ereignis (treatment-emergent adverse event).

aPatienten mit mehrfachem Auftreten desselben Ereignisses werden mit dem höchsten Schweregrad gezählt.

bGemeinsame TEAE sind TEAE, die insgesamt mit einer Häufigkeit von ≥ 3 % auftraten.

cDie hier angegebenen Zahlen umfassen nur TEAE mit dem LLT-MedDRA-Begriff „Reaktion an der Injektionsstelle“.

dDie von den Forschern identifizierten opportunistischen Infektionen waren mukokutane Candidose und Herpes zoster.

eDie mögliche Anaphylaxie hing mit der Verwendung von Amoxicillin zusammen.

fDie hier angegebenen Zahlen beziehen sich auf den HLT-MedDRA-Begriff „Reaktionen an der Injektionsstelle“, der mehrere LLT-MedDRA-Begriffe umfasst, darunter „Reaktion an der Injektionsstelle“, „Schmerz an der Injektionsstelle“, „Erythem an der Injektionsstelle“, „Schwellung an der Injektionsstelle“, „Pruritus an der Injektionsstelle“, „Beschwerden an der Injektionsstelle“, „Ödeme an der Injektionsstelle“ und „Wärme an der Injektionsstelle“.

gVom externen Ausschuss positiv beurteilt.

hDer Patient hatte eine ulzerative Kolitis in der Vorgeschichte.

iEin Fall von Colitis ulcerosa wurde während der Nachbeobachtungsphase bei einem Patienten berichtet, der Ixekizumab erhalten hatte.

jPatienten mit mindestens 1 hepatischen TEAE.

Wirkmechanismus von Ixekizumab und Guselkumab

Ixekizumab ist ein monoklonaler IgG 4-Antikörper, der mit hoher Affinität (< 3 pM) und Spezifität an Interleukin 17A (sowohl IL-17A als auch IL-17 A/F) bindet. Erhöhte IL-17A-Konzentrationen5

  • wurden aufgrund einer Stimulierung der Proliferation und Aktivierung von Keratinozyten mit der Pathogenese von Psoriasis in Verbindung gebracht.
  • stehen auch mit der Pathogenese von Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis durch das Fördern von Entzündungen, die zu erosiven Knochenschäden und pathologischer Knochenneubildung führen, in Verbindung.5

Die Neutralisierung von IL-17A durch Ixekizumab hemmt diese Prozesse.5

Ixekizumab bindet nicht an die Liganden5

  • IL-17B,
  • IL-17C,
  • IL-17D,
  • IL-17E oder
  • IL-17F.5

Assays zur Bestimmung der In-vitro-Bindung bestätigten, dass Ixekizumab nicht an die5

  • humanen Fcγ-Rezeptoren I, IIa und IIIa oder an den
  • Komplementfaktor C1q

bindet.5

Guselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper, der selektiv an die p19-Untereinheit von IL-23 bindet und dessen Wechselwirkung mit dem IL-23-Rezeptor hemmt. Interleukin-23 ist ein natürlich vorkommendes Zytokin, das eine Rolle bei normalen Entzündungs- und Immunreaktionen spielt. Guselkumab hemmt die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen und Chemokinen.6

Referenzen

1Blauvelt A, Papp K, Gottlieb A, et al. A head-to-head comparison of ixekizumab versus guselkumab in patients with moderate-to-severe plaque psoriasis: 12-week efficacy, safety, and speed of response from a randomized, double-blinded trial. Br J Dermatol. 2020;182(6):1348-1358. http://dx.doi.org/10.1111/bjd.18851

2Blauvelt A, Leonardi C, Elewski B, et al. A head-to-head comparison of ixekizumab versus guselkumab in patients with moderate-to-severe plaque psoriasis: 24-week efficacy and safety results from a randomised, double-blinded trial. Br J Dermatol. Published online September 02, 2020. http://dx.doi.org/10.1111/bjd.19509

3Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

4Blauvelt A, Pinter A, Tada Y, et al. Ixekizumab vs guselkumab: 24-week clinical responses and 4-week gene expression data. Poster presented at: Maui Derm Virtual Congress; June 24-27, 2020.

5Taltz [Fachinformation]. Eli Lilly and Company (Ireland) Limited, Irland

6Tremfya [package insert]. Horsham, PA: Janssen Biotech, Inc; 2020.

Glossar

IgG4 = Immunglobulin G Subklasse 4

IgG1 = Immunglobulin G Subklasse 1

IL = Interleukin

Lilly = Eli Lilly and Company

mAb(s) = monoklonaler Antikörper

PASI 50 = Verbesserung um 50 % gegenüber Baseline im Psoriasis Area and Severity Index

PASI 75 = Verbesserung um 75 % gegenüber Baseline im Psoriasis Area and Severity Index

PASI 90 = Verbesserung um 90 % gegenüber Baseline im Psoriasis Area and Severity Index

PASI 100 = Verbesserung um 100 % gegenüber Baseline im Psoriasis Area and Severity Index

Q2W = alle 2 Wochen

Q4W = alle 4 Wochen

Q8W = alle 8 Wochen

sPGA = static Physician Global Assessment

Datum der letzten Prüfung: 2020 M09 04


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