Trulicity® Dulaglutid

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Wie beeinflusst Trulicity® (Dulaglutid) die Magenentleerung?

Dulaglutid verursacht eine verzögerte Magenentleerung und kann die Resorptionsrate von gleichzeitig verabreichten oralen Medikamenten verringern.

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Magenentleerung in klinischen Pharmakologiestudien

Die Verzögerung der Magenentleerung bei Verabreichung von Dulaglutid wurde in 3 klinischen Pharmakologiestudien nachgewiesen.1-3

In der ersten Studie wurden Patienten mit Typ 2 Diabetes (T2DM) einer von sechs Dulaglutid-Dosen zugewiesen, einschließlich 

  • 0,05 mg
  • 0,3 mg
  • 1 mg
  • 3 mg
  • 5 mg und
  • 8 mg.

Zweimal wurde orales Paracetamol verabreicht und die Magenentleerung wurde durch Beobachtung der Resorption von Paracetamol bewertet.1

Die maximale durchschnittliche Verzögerung in der Zeit bis zur maximalen Konzentration (tmax) mit Paracetamol betrug etwa 1,5 Stunden, und es wurde bei 8 mg Dulaglutid und Placebo ein signifikanter Unterschied im LSM-Verhältnis (Mittelwert der kleinsten Quadrate ) von tmax vor der Dosis zu nach der Dosis beobachtet (tmax 2,31; 90 % CI: 1,28, 4,18). Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Magenentleerung durch die Behandlung mit Dulaglutid verzögert wurde.1

In der zweiten Studie wurden gesunde Teilnehmer mit 1 mg Dulaglutid oder 3 mg Dulaglutid behandelt und erhielten zweimal Paracetamol, um die Pharmakokinetik (PK) von Paracetamol zu beurteilen. Die Steady-State-Spiegel von Dulaglutid hatten keinen klinisch signifikanten Einfluss auf die Geschwindigkeit oder das Ausmaß der Magenentleerung gemäß der PK von Paracetamol. Allerdings war die Geschwindigkeit der Magenentleerung 

  • nach der ersten Dulaglutid-Dosis verringert (reduzierte maximale Plasmakonzentration (Cmax) von Paracetamol: 1 mg, 36 %; 3 mg, 50 %) und
  • die tmax von Paracetamol verzögerte sich (1 mg, 3 Stunden; 3 mg, 4 Stunden).2 

In der dritten Studie wurde eine Szintigraphie bei Patienten mit T2DM zur Beurteilung von t50 eingesetzt, definiert als die Zeit, die erforderlich ist, damit 50 % der Aktivität einer radioaktiv markierten Mahlzeit aus dem Magen entleert wird. Im Vergleich zum Ausgangswert wurden nach jeder der vier 1,5-mg-Dulaglutid-Dosen Verzögerungen bei der Geschwindigkeit der Magenentleerung beobachtet. Die Wirkung war nach der ersten Dosis Dulaglutid am stärksten ausgeprägt, mit einem mittleren Anstieg der

  • t50 von 1,72 Stunden (Tag 3 nach Placebo) bis 3,77 Stunden (Tag 10 nach der ersten Dosis Dulaglutid) und
  • einer entsprechenden 2,4-fachen Erhöhung der Fläche unter der Kurve (AUC) für die Restaktivität.3

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Dulaglutid die Magenentleerung um ungefähr 2 Stunden verzögert, wobei die Wirkung nach der ersten Dosis am stärksten ist und mit nachfolgenden Dosen abnimmt.3

Auswirkung von Dulaglutid auf die Pharmakokinetik anderer Medikamente

In den nachfolgend beschriebenen klinisch pharmakologischen Studien hatte Dulaglutid bis zu einer Dosis von 1,5 mg keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Resorption der oral verabreichten Arzneimittel.4

  • Warfarin
  • Metformin
  • Lisinopril oder Metoprolol
  • Digoxin
  • Paracetamol
  • Norgestimat/Norelgestromin und Ethinylestradiol
  • Sitagliptin und
  • Atorvastatin.

Für die 4,5 mg Dosis wurde das Nichtvorhandensein klinisch relevanter Wechselwirkungen durch pharmakokinetische Modellsimulationen auf physiologischer Basis (PBPK) vorhergesagt.4

Bei Patienten, die Dulaglutid in Kombination mit oralen Arzneimitteln erhalten, welche gastrointestinal rasch resorbiert oder verzögert freigesetzt werden, besteht die Möglichkeit einer veränderten Arzneimittelexposition, insbesondere zum Zeitpunkt des Therapiebeginns mit Dulaglutid. 4

Dulaglutid wurde bei Patienten mit schweren gastrointestinalen Erkrankungen, einschließlich schwerer Gastroparese, nicht untersucht, und wird daher bei diesen Patienten nicht empfohlen.4

Referenzen

1Barrington P, Chien JY, Showalter HD, et al. A 5-week study of the pharmacokinetics and pharmacodynamics of LY2189265, a novel, long-acting glucagon-like peptide-1 analogue, in patients with type 2 diabetes. Diabetes Obes Metab. 2011;13(5):426-433. https://doi.org/10.1111/j.1463-1326.2011.01364.x

2Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3Loghin C, de la Pena A, Cui X, Chien J. Gastric emptying effects of once weekly dulaglutide in patients with type 2 diabetes mellitus. Poster presented at: 23rd Annual American Association of Clinical Endocrinologists (AACE) Scientific and Clinical Congress: May 10-14, 2014; Las Vegas, NV.

4Trulicity [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

Datum der letzten Prüfung: 10. September 2020


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