Verzenios® Abemaciclib

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Verzenios® (Abemaciclib): Häufigste Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Diarrhoe, Infektionen, Neutropenie, Anämie, Fatigue, Übelkeit, Erbrechen und verminderter Appetit.

Fachinformation

Abemaciclib ist angezeigt zur Behandlung von Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs in Kombination mit einem Aromatasehemmer oder Fulvestrant als initiale endokrine Therapie oder bei Frauen mit vorangegangener endokriner Therapie.1

Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die endokrine Therapie mit einem LHRH-Agonisten (LHRH = Luteinising Hormone-Releasing Hormone) kombiniert werden.1

Abemaciclib in Kombination mit nicht-steroidalen Aromatasehemmern (NSAI) (MONARCH 3)

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Reaktionen, die von ≥20 % der Patientinnen in der Sicherheitspopulation der MONARCH 3 Studie (Abemaciclib + NSAI, n = 327; Placebo + NSAI, n = 161) unter Abemaciclib berichtet wurden, waren

  • Diarrhoe

  • Neutropenie

  • Übelkeit

  • Infektionen

  • Abdominelle Schmerzen

  • Fatigue

  • Anämie

  • Erbrechen

  • Alopezie

  • Verminderter Appetit und

  • Leukopenie.2

Unerwünschte Reaktionen Grad 3 oder 4, die bei ≥5 % der Patientinnen berichtet wurden, waren

  • Neutropenie

  • Erhöhung der Alanin-Aminotransferase

  • Diarrhoe

  • Leukopenie und

  • Anämie.2

Die Daten zum Gesamtüberleben waren bis zum Zeitpunkt der Publikation noch nicht reif zur Auswertung. Unter Therapie oder bis 30 Tage nach Ende der Therapie waren unter Abemaciclib 11 (3,4 %) Todesfälle aufgetreten, im Vergleich zu 3 (1,9 %) unter Placebo. Zu den Todesursachen unter Abemaciclib gehörten

  • Lungeninfektion 3 (0,9 %)

  • Embolie 2 (0,6 %)

  • Zerebrale Ischämie 1 (0,3 %)

  • Pneumonitis 1 (0,3 %) und

  • respiratorisches Versagen 1 (0,3 %).3

Zu den Laborabweichungen aller Grade, die bei ≥80 % der Patientinnen unter Abemaciclib beobachtet wurden, gehörten

  •  Kreatinin-Anstieg

  • Abnahme der Zahl weißer Blutkörperchen

  • Anämie und

  • Abnahme der Neutrophilenzahl.2

Abemaciclib in Kombination mit Fulvestrant (MONARCH 2)

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Reaktionen, die von ≥20 % der Patientinnen in der Sicherheitspopulation der MONARCH 2 Studie (Abemaciclib, n = 441; Placebo, n = 223) unter Abemaciclib berichtet wurden, waren

  • Diarrhoe

  • Fatigue

  • Neutropenie

  • Übelkeit

  • Infektionen

  • Abdominelle Schmerzen

  • Anämie

  • Leukopenie

  • Verminderter Appetit

  • Erbrechen und

  • Kopfschmerzen.2

Unerwünschte Reaktionen Grad 3 oder 4, die bei ≥5 % der Patientinnen berichtet wurden, waren

  • Neutropenie

  • Diarrhoe

  • Leukopenie

  • Anämie und

  • Infektionen.

Febrile Neutropenie wurde von 6 Patientinnen unter Abemaciclib + Fulvestrant berichtet und war nicht mit schwerer Infektion verbunden.4

Unter Therapie oder bis 30 Tage nach Ende der Therapie waren unabhängig von der Kausalität unter Abemaciclib + Fulvestrant 18 (4 %) Todesfälle aufgetreten, im Vergleich zu 10 (5 %) unter Placebo + Fulvestrant.5

Zu den Todesursachen der Patientinnen unter Abemaciclib + Fulvestrant gehörten

  • Zugrundeliegende Erkrankung 7 (2 %)

  • Sepsis 4 (0,9 %)

  • Pneumonitis 2 (0,5 %)

  • Hepatotoxizität 2 (0,5 %) und

  • Zerebraler Infarkt 1 (0,2 %).5

Zu den Laborabweichungen aller Grade, die bei ≥80 % der Patientinnen unter Abemaciclib beobachtet wurden, gehörten

  • Anstieg der Kreatinin-Serumwerte

  • Abnahme der Zahl weißer Blutkörperchen

  • Abnahme der Neutrophilenzahl und

  • Anämie.2

Neutropenie

Neutropenie wurde sehr häufig berichtet (45,1 %) und eine Abnahme der Neutrophilenzahl Grad 3 oder 4 (basierend auf Laborbefunden) wurde bei 28,2 % der Patientinnen festgestellt, die Abemaciclib in Kombination mit Aromatasehemmern oder Fulvestrant einnahmen. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen einer Neutropenie Grad 3 oder 4 betrug 29 bis 33 Tage, die mediane Zeit bis zur Erholung betrug 11 bis 15 Tage. Febrile Neutropenie wurde bei 0,9 % der Patientinnen berichtet. Eine Dosisanpassung wird für Patientinnen empfohlen, die eine Neutropenie Grad 3 oder 4 entwickeln.1

Diarrhoe

Diarrhö war die am häufigsten berichtete Nebenwirkung. Die Inzidenz war während des ersten Monats der Behandlung mit Abemaciclib am höchsten und sank anschließend. Über verschiedene Studien hinweg betrug die mediane Zeit bis zum Eintritt des ersten Diarrhö-Ereignisses etwa 6 bis 8 Tage, die mediane Dauer der Diarrhö betrug 9 bis 12 Tage (Grad 2) bzw. 6 bis 8 Tage (Grad 3). Unter supportiver Therapie wie Loperamid und/oder Dosisanpassung von Abemaciclib ging die Diarrhö auf das Ausgangsniveau oder einen niedrigeren Grad zurück.1

Erhöhte Aminotransferasen

Bei Patientinnen, die Abemaciclib in Kombination mit Aromatasehemmern oder Fulvestrant erhielten, wurden sehr häufig ALT- und AST-Erhöhungen berichtet (15,1 % bzw. 14,2 %).1

ALT- oder AST-Erhöhungen Grad 3 oder 4 (basierend auf Laborbefunden) wurden bei 6,1 % und 4,2 % der Patientinnen berichtet. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen der ALT-Erhöhung Grad 3 oder 4 betrug 57 bis 61 Tage und die mediane Zeit bis zum Rückgang betrug 14 Tage. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen der AST-Erhöhung Grad 3 oder 4 betrug 71 bis 185 Tage und die mediane Zeit bis zur Normalisierung betrug 13 bis 15 Tage.1 

Eine Dosisanpassung wird für Patientinnen empfohlen, die eine ALT- oder AST-Erhöhung Grad 3 oder 4 entwickeln.1

Anstieg der Kreatinin-Serumwerte

Auch wenn es sich dabei nicht um eine Toxizität handelt, führte die Behandlung mit Abemaciclib bei 98,3 % der Patientinnen (basierend auf Laborbefunden) zu einem Anstieg der Kreatinin-Serumwerte, bei 1,9 % Grad 3 oder 4 (basierend auf Laborbefunden).1 

Bei Patientinnen, die einen Aromatasehemmer oder Fulvestrant alleine erhielten, wurde bei 78,4 % ein Anstieg der Kreatinin-Serumwerte berichtet (alle Grade).1 

Es zeigte sich, dass Abemaciclib zu einem Anstieg der Kreatinin-Serumwerte durch Hemmung renaler tubulärer sekretorischer Transporter führte ohne Einfluss auf die glomeruläre Filtration (gemessen anhand der Iohexol-Clearance).1

In klinischen Studien stiegen Kreatinin-Serumwerte im ersten Monat der Behandlung mit Abemaciclib und blieben während der Therapie zwar erhöht, aber stabil. Nach Therapieende waren sie reversibel und gingen nicht mit Veränderungen der Nierenfunktionsmarker wie Blutkonzentrationen von Harnstoff und Cystatin C oder der berechneten glomerulären Filtrationsrate auf Basis von Cystatin C einher.1

Referenzen

1. Verzenios [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3. Goetz MP, Toi M, Campone M, et al. MONARCH 3: Abemaciclib as initial therapy for advanced breast cancer. J Clin Oncol. 2017;35(32):3638-3646. https://doi.org/10.1200/jco.2017.75.6155.

4. Sledge GW, Toi M, Neven P, et al. MONARCH 2: Abemaciclib in combination with fulvestrant in women with HR+/HER2- advanced breast cancer who had progressed while receiving endocrine therapy. J Clin Oncol. 2017;35(25):2875-2884. http://dx.doi.org/10.1200/JCO.2017.73.7585.

5. Verzenios [Gebrauchsinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

Glossar

ALT = alanine aminotransferase, Alaninaminotransferase  

AST = aspartate aminotransferase, Aspartataminotransferase 

BUN = blood urea nitrogen, Blut-Harnstoff-Stickstoff

HER2 = human epidermal growth factor receptor 2, humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor-2

HR+ = hormone receptor-positive, Hormonrezeptor-positiv

LHRH = luteinising hormone-releasing hormone

NSAI = nonsteroidal aromatase inhibitor, nicht-steroidaler Aromatasehemmer

Datum der letzten Prüfung: 2018 M01 05

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