Trulicity® Dulaglutid

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Trulicity® (Dulaglutid): Magenentleerung

Dulaglutid verursacht eine verzögerte Magenentleerung und sollte bei der Einahme oraler Begleitmedikation mit Vorsicht angewendet werden.

Ausführliche Informationen

Dulaglutid verzögert die Magenentleerung und kann die Resorptionsrate von gleichzeitig verabreichten oralen Medikamenten verringern. Die Verzögerung bei der Magenentleerung ist dosisabhängig, wird jedoch mit der empfohlenen Dosissteigerung auf höhere Dulaglutid-Dosen abgeschwächt.1

In klinischen Pharmakologiestudien hatte 1,5 mg Dulaglutid keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Resorption der getesteten oral verabreichten Medikamente, einschließlich 

  • Warfarin

  • Metformin

  • Lisinopril

  • Metoprolol

  • Digoxin

  • Paracetamol

  • Norelgestromin

  • Ethinylestradiol

  • Sitagliptin und

  • Atorvastatin.1

Bei Patienten, die Dulaglutid in Kombination mit oralen Arzneimitteln erhalten, welche gastrointestinal rasch resorbiert oder verzögert freigesetzt werden, besteht die Möglichkeit einer veränderten Arzneimittelexposition, insbesondere zum Zeitpunkt des Therapiebeginns mit Dulaglutid. 2

Vorsichtsmaßnahmen

Dulaglutid wurde bei Patienten mit schweren gastrointestinalen Erkrankungen, einschließlich schwerer Gastroparese, nicht untersucht und wird daher für diese Patienten nicht empfohlen.2

Klinische Pharmakologiestudien

In klinischen Pharmakologiestudien hatten 1,5 mg Dulaglutid keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Resorption der geprüften oral verabreichten Medikamente. Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Begleitmedikationen in klinischen Studien mit Dulaglutid-Dosen von 3 mg und 4,5 mg vor.1

Die Verzögerung der Magenentleerung bei Verabreichung von Dulaglutid wurde in 3 klinischen Pharmakologiestudien nachgewiesen.1,3,4

In der ersten Studie wurden Patienten mit T2DM einer von sechs Dulaglutid-Dosen zugewiesen, einschließlich 

  • 0,05 mg

  • 0,3 mg

  • 1 mg

  • 3 mg

  • 5 mg und

  • 8 mg.

Zweimal wurde orales Paracetamol verabreicht und die Magenentleerung wurde durch Beobachtung der Resorption von Paracetamol bewertet.3

Die maximale durchschnittliche Verzögerung in tmax mit Paracetamol betrug etwa 1,5 Stunden, und es wurde bei 8 mg Dulaglutid und Placebo ein signifikanter Unterschied im LSM-Verhältnis von tmax vor der Dosis zu nach der Dosis beobachtet (tmax 2,31; 90 % CI: 1,28, 4,18). Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Magenentleerung durch die Behandlung mit Dulaglutid verzögert wurde.3

In der zweiten Studie wurden gesunde Teilnehmer mit 1 mg Dulaglutid oder 3 mg Dulaglutid behandelt und erhielten zweimal Paracetamol, um die PK von Paracetamol zu beurteilen. Die Steady-State-Spiegel von Dulaglutid hatten keinen klinisch signifikanten Einfluss auf die Geschwindigkeit oder das Ausmaß der Magenentleerung gemäß der PK von Paracetamol. Allerdings war die Geschwindigkeit der Magenentleerung 

  • nach der ersten Dulaglutid-Dosis verringert (reduzierte Cmax von Paracetamol: 1 mg, 36 %; 3 mg, 50 %) und

  • die tmax von Paracetamol verzögerte sich (1 mg, 3 Stunden; 3 mg, 4 Stunden).1

In der dritten Studie wurde eine Szintigraphie bei Patienten mit T2DM zur Beurteilung von t50 eingesetzt, definiert als die Zeit, die erforderlich ist, damit 50 % der Aktivität einer radioaktiv markierten Mahlzeit aus dem Magen entleert wird. Im Vergleich zum Ausgangswert wurden nach jeder der vier 1,5-mg-Dulaglutid-Dosen Verzögerungen bei der Geschwindigkeit der Magenentleerung beobachtet. Die Wirkung war nach der ersten Dosis Dulaglutid am stärksten ausgeprägt, mit einem mittleren Anstieg der

  • t50 von 1,72 Stunden (Tag 3 nach Placebo) bis 3,77 Stunden (Tag 10 nach der ersten Dosis Dulaglutid) und

  • einer entsprechenden 2,4-fachen Erhöhung der AUC für die Restaktivität.4

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Dulaglutid die Magenentleerung um ungefähr 2 Stunden verzögert, wobei die Wirkung nach der ersten Dosis am stärksten ist und mit nachfolgenden Dosen abnimmt.4

Referenzen

1. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

2. Trulicity [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

3. Barrington P, Chien JY, Showalter HD, et al. A 5-week study of the pharmacokinetics and pharmacodynamics of LY2189265, a novel, long-acting glucagon-like peptide-1 analogue, in patients with type 2 diabetes. Diabetes Obes Metab. 2011;13(5):426-433. https://doi.org/10.1111/j.1463-1326.2011.01364.x

4. Loghin C, de la Pena A, Cui X, Chien J. Gastric emptying effects of once weekly dulaglutide in patients with type 2 diabetes mellitus. Poster presented at: 23rd Annual American Association of Clinical Endocrinologists (AACE) Scientific and Clinical Congress: May 10-14, 2014; Las Vegas, NV.

Glossar

AUC = Fläche unter der Kurve (area under the curve)

Cmax = maximale Plasmakonzentration (maximum plasma concentration)

GI = gastrointestinal

PK = Pharmakokinetik

LSM = Mittelwert der kleinsten Quadrate (least squares mean)

T2DM = Diabetes mellitus Typ 2 (type 2 diabetes mellitus)

tmax = Zeit bis zur maximalen Konzentration

Datum der letzten Prüfung: 2020 M09 10


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