Trulicity® Dulaglutid

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

TRULICITY® (Dulaglutid): Anwendung mit DPP-4-Inhibitoren

Die Anwendung von Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren, wie Sitagliptin in Kombination mit Trulicity (Dulaglutid) wurde in klinischen Studien zu Dulaglutid nicht untersucht.

Detaillierte Informationen

Gleichzeitige Anwendung von Dulaglutid und Sitagliptin

In einer offene 2-Perioden, Crossover-Studie zur klinischen Pharmakologie wurden in 29 Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus die möglichen Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Dulaglutid 1,5 mg und Sitagliptin 100 mg untersucht. 1

Möglicher Einfluss von Dulaglutid auf die Pharmakokinetik von Sitagliptin

Dulaglutid ist ein humaner Glukagon-like Peptide-1 (GLP-1) Rezeptoragonist, der eine verzögerte Magenentleerung verursacht und damit potentiell Auswirkungen auf die Absorption von oral gegebener Begleitmedikation hat.2

Die Bioverfügbarkeit von Sitagliptin blieb unverändert, wenn es zusammen mit einer Einzelinjektion von Dulaglutid gegeben wurde. Nach gemeinsamer Gabe zusammen mit 2 aufeinander folgenden Injektionen von Dulaglutid, verringerte sich von Sitagliptin: 

  • AUC(0-τ) um ungefähr 7.4 % und

  • Cmax um ungefähr 23.1 %.2

Die tmax von Sitagliptin verzögerte sich um etwa eine halbe Stunde nach gemeinsamer Gabe mit Dulaglutid im Vergleich zu alleiniger Gabe von Sitagliptin.2

Basierend auf diesen Analysen wurde kein signifikanter Effekt auf die Pharmakokinetik von Sitagliptin beobachtet und es ist keine Dosisanpassung für Sitagliptin erforderlich, wenn Sitagliptin zusammen mit Dulaglutid angewendet wird (Abbildung 1). 1

Abbildung 1. Einfluss von Dulaglutid auf die Pharmakokinetik von gleichzeitig verabreichtem Dipeptidylpeptidase 4-Inhibitor Sitagliptin.1

Abkürzungen: AUC = area under the time-concentration curve; Cmax = maximale Konzentration; PK = Pharmakokinetik.
Anmerkung: Referenzgruppe = zusammen verabreichte Medikamente allein gegeben.

Möglicher Einfluss von gleichzeitig angewendetem Sitagliptin auf die Pharmakokinetik von Dulaglutid

Sitagliptin kann über einen 24-stündigen Zeitraum eine bis zu 80%ige Hemmung von DPP-4 (Dipeptidylpeptidase-4) verursachen.2

Verglichen mit der alleinigen Verabreichung von Dulaglutid, resultierte die gleichzeitige Verabreichung von einer Dosis Dulaglutid 1,5 mg und Sitagliptin 100 mg in

  • einer erhöhten Bioverfügbarkeit von Dulaglutid um etwa 38 %,

  • einer erhöhten Cmax von Dulaglutid um etwa 27 %, und

  • in einer verzögerten medianen Tmax  von Dulaglutid um etwa 24 Stunden.1,2

Daher besitzt Dulaglutid einen hohen Schutz gegen DPP-4 Inaktivierung. Die erhöhte Bioverfügbarkeit kann die Wirkung von Dulaglutid auf den Blutzuckerspiegel erhöhen.2

Referenzen

1. Geiser J, de la Peña A, Cui X, et al. No dose adjustment is needed when coadministering dulaglutide with once-daily sitagliptin. Poster presented at: American Society for Clinical Pharmacology and Therapeutics (ASCPT) Annual Meeting: March 15-18, 2017; Washington, D.C.

2. Trulicity [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

Glossar

AUC = area under the curve

Cmax = maximale Plasma-Konzentration

DPP-4 = Dipeptidylpeptidase-4

GLP-1 RA = glucagon-like peptide-1 receptor agonist

PK = Pharmakokinetik

T2DM = Typ 2 Diabetes mellitus

Tmax = Zeit bis zur maximalen Konzentration

Datum der letzten Prüfung: 2020 M01 08

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