Taltz® Ixekizumab

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Taltz® (Ixekizumab): Allgemeine Sicherheitsinformationen in klinischen Studien zu nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis

Sicherheitsinformationen aus der Fachinformation zu Ixekizumab und aus klinischen Studien sind in dieser Stellungnahme verfügbar.

Informationen zu Ixekizumab in Bezug auf die Sicherheit gemäß Fachinformation

Kontraindikationen

Ixekizumab ist bei schwerwiegender Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile kontraindiziert.1

Ixekizumab ist bei klinisch relevanten aktiven Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose) kontraindiziert.1

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die Behandlung mit Ixekizumab führt zu einer erhöhten Infektionsrate, wie etwa Infektionen der oberen Atemwege, orale Candidose, Konjunktivitis und Tinea-Infektionen.1

Ixekizumab sollte mit Vorsicht bei Patienten mit klinisch relevanten chronischen Infektionen oder einer Vorgeschichte mit wiederkehrenden Infektionen angewendet werden.1

Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome auftreten, die auf eine Infektion hindeuten.1

Falls sich eine Infektion entwickelt, sollte der Patient sorgfältig überwacht werden.

Die Behandlung mit Ixekizumab ist zu unterbrechen,

  • falls der Patient auf eine Standardtherapie nicht anspricht oder

  • falls die Infektion schwerwiegend wird.

Ixekizumab sollte nicht erneut verabreicht werden, bis die Infektion ausgeheilt ist.1

Ixekizumab darf Patienten mit aktiver Tuberkulose (TB) nicht verabreicht werden.1

  • Bei Patienten mit latenter TB sollte vor Behandlungsbeginn mit Ixekizumab eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.1

Es wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich einiger Fälle von

  • Anaphylaxie,

  • Angioödemen,

  • Urtikaria und,

  • in seltenen Fällen, späte (10 – 14 Tage nach der Injektion) schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich

    • ausgedehnter Urtikaria,

    • Dyspnoe und

    • hoher Antikörpertiter,

berichtet. Falls eine schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion auftritt, sollte die Verabreichung von Ixekizumab sofort unterbrochen und eine geeignete Therapie begonnen werden.1

Es wurden Fälle einer Neuerkrankung oder einer Exazerbation von entzündlichen Darmerkrankungen mit Ixekizumab berichtet. Ixekizumab wird für Patienten mit einer entzündlichen Darmerkrankung nicht empfohlen.1

Wenn ein Patient Anzeichen und Symptome einer entzündlichen Darmerkrankung oder eine Exazerbation einer bereits existierenden entzündlichen Darmerkrankung entwickelt, sollte Ixekizumab abgesetzt und eine angemessene medizinische Behandlung eingeleitet werden.1

Ixekizumab sollte nicht gleichzeitig mit Lebendimpfstoffen angewendet werden. Es liegen keine Daten zum Ansprechen auf Lebendimpfstoffe vor.1

Zum Ansprechen auf inaktivierte Impfstoffe stehen unzureichende Daten zur Verfügung.1

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind aufgeführt in Tabelle 1.

Tabelle 1. Liste der Nebenwirkungen aus klinischen Studien und Berichten seit Markteinführung1

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig

Infektionen der oberen Atemwege

Häufig

Tinea-Infektion, Herpes simplex (mukokutan)

Gelegentlich

Influenza, Rhinitis, orale Candidose, Konjunktivitis, Phlegmone

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich

Neutropenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Angioödem

Selten

Anaphylaxie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig

Oropharyngeale Schmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

Übelkeit

Gelegentlich

Entzündliche Darmerkrankung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Urtikaria, Ausschlag, Ekzem

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle

Nebenwirkungen bei Patienten, die in den klinischen Studien zu nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis mit Ixekizumab (80 mg oder 160 mg in Woche 0) durch subkutane Injektion gefolgt von 80 mg alle 4 Wochen behandelt wurden, waren ähnlich mit Ausnahme der Häufigkeit von IBD (häufig, definiert als Auftreten mit einer Häufigkeit von ≥ 1 % und < 10 %), Influenza (häufig) und Konjunktivitis (häufig).2

Während der Therapie aufgetretene unerwünschte Ereignisse, die in klinischen Studien zu nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis berichtet wurden

Die während der Therapie aufgetretenen unerwünschten Ereignisse wurden unter Verwendung von MedDRA-Begriffen bewertet.

Während der Therapie aufgetretene unerwünschte Ereignisse wurden als Ereignisse definiert, die zu einem beliebigen Zeitpunkt während einer klinischen Studie zum ersten Mal aufgetreten sind oder deren Schweregrad sich im Vergleich zum Ausgangswert verschlechtert hat. Während der Studien berichtete, während der Therapie aufgetretene unerwünschte Ereignisse werden nicht immer auf Studienmedikamente zurückgeführt, und die Häufigkeit spiegelt nicht die Beurteilung der Kausalität durch den Prüfer wider.2

Definition schwerwiegender unerwünschter Ereignisse

In klinischen Studien mit Ixekizumab wurde ein SAE als ein beliebiges AE definiert, das zu Folgendem führte:

  • Tod

  • anfänglicher oder längerer stationärer Krankenhausaufenthalt

  • eine lebensbedrohliche Erfahrung (d. h. unmittelbares Sterberisiko)

  • anhaltende oder signifikante Behinderung/Unfähigkeit,

  • kongenitale Anomalie/Geburtsfehler und

  • vom Prüfarzt aus einem beliebigen anderen Grund als signifikant angesehen.3

Wichtige medizinische Ereignisse, die möglicherweise nicht zum Tod führen, lebensbedrohlich sind oder einen Krankenhausaufenthalt erfordern, können als schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelereignisse angesehen werden, wenn sie gemäß angemessener medizinischer Beurteilung den Patienten gefährden können und möglicherweise medizinische oder chirurgische Eingriffe erfordern, um eines der in dieser Definition aufgeführten Ergebnisse zu verhindern.3

Während der Therapie aufgetretene unerwünschte Ereignisse, die in der doppelblinden Behandlungsphase von COAST-X berichtet wurden

Die meisten TEAE waren sowohl für Ixekizumab 80 mg Q2W als auch für Ixekizumab 80 mg Q4W leicht bis mittelschwer. Die Häufigkeit von TEAE war für beide Ixekizumab-Dosierungsschemata ähnlich.

Die häufigsten TEAE (definiert als bei ≥ 5 % der Patienten auftretend, die Ixekizumab erhielten) waren Nasopharyngitis, Reaktion an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Infektionen der oberen Atemwege und Hypertonie. Unerwünschte Ereignisse während der doppelblinden Behandlungsphase sind in Tabelle 2 zusammengefasst.4

 

Tabelle 2. Unerwünschte Ereignisse während der 52-wöchigen doppelblinden Behandlungsphase von COAST-X2,4

 

PBO
n = 104
n (%)

IXE Q2W
n = 102
n (%)

IXE Q4W
n = 96
n (%)

TEAEa

60 (57)

79 (77)

63 (66)

Schwerb

4 (4)

7 (7)

1 (1)

Absetzen aufgrund von AE

2 (2)

1 (1)

1 (1)

Schwerwiegende AE

1 (1)c

1 (1)d

2 (2)e

Tod

0

0

0

Häufige unerwünschte Ereignissef

Nasopharyngitis

8 (8)

16 (16)

18 (19)

Reaktionen an der Injektionsstelle

4 (4)

17 (17)

11 (11)

Kopfschmerzen

4 (4)

5 (5)

7 (7)

Infektionen der oberen Atemwege

4 (4)

6 (6)

4 (4)

Hypertonie

3 (3)

4 (4)

6 (6)

Unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse

Neutropenieg

Grad 1

8 (8)

13 (13)

11 (11)

Grad 2

0

2 (2)

1 (1)

Grad 3

0

0

0

Grad 4

1 (1)

0

0

Hepatische Ereignisseh

6 (6)

5 (5)

3 (3)

Infektionen

30 (29)

43 (42)

38 (40)

Schwerwiegende Infektionen

0

0

1 (1)i

Orale Candidose

1 (1)

0

0

Herpes zoster

1 (1)

0

2 (2)

Reaktivierte TB

0

0

0

Reaktionen an der Injektionsstelle 

7 (7)

25 (25)

18 (19)

Schwer

0

2 (2)

0

Allergische Reaktionen und Überempfindlichkeiten

4 (4)

3 (3)

4 (4)

Mögliche Anaphylaxie

1 (1)

0

0

Zerebro-kardiovaskuläre Ereignissej

0

1 (1)

0

Malignome

0

0

0

IBDj

1 (1)

0

1 (1)

Depression

0

4 (4)k

0

Abkürzungen: AE = unerwünschtes Ereignis (adverse event); IBD = entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease); IXE Q2W = Ixekizumab 80 mg alle 2 Wochen nach einer Anfangsdosis von 160 mg oder 80 mg; IXE Q4W = Ixekizumab 80 mg alle 4 Wochen nach einer Anfangsdosis von 160 mg; PBO = Placebo; TB = Tuberkulose; TEAE = während der Therapie aufgetretene unerwünschte Ereignisse (treatment emergent adverse events).

a TEAE wurden unter Verwendung der Sicherheitspopulation zusammengefasst, definiert als alle Patienten, die mindestens 1 Dosis der Studienmedikation gemäß der zugewiesenen Behandlung erhielten. TEAE wurden vor jeder Umstellung auf offenes Ixekizumab zusammengefasst.

b Patienten mit mehrfachem Auftreten desselben Ereignisses werden unter den Ereignissen mit dem höchsten Schweregrad gezählt.

c Anaphylaktoide Reaktion.

d Endogene Depression.

e Bauchschmerzen, Erysipel.

f Häufige TEAE wurden als solche definiert, die bei Patienten, die Ixekizumab erhielten, mit einer Häufigkeit von mindestens 5 % auftraten (beide Dosierungsschemata zusammen).

g Neutropenie-Prozentsätze werden für Patienten mit einem Ausgangswert und mindestens einem Wert nach dem Ausgangswert berechnet: Placebo, n = 102; Ixekizumab Q4W, n = 96; Ixekizumab Q2W, n = 102.

h Patienten mit ≥ 1 hepatischem TEAE; Die meisten waren auf Transaminase-Erhöhungen zurückzuführen.

i Erysipel

j Von einem externen Ausschuss beurteilt.

k Ein Patient mit einer vorbestehenden Angststörung wurde vom Arzt aufgrund eines TEAE mit Suizidgedanken nach der Umstellung auf offenes Ixekizumab aus der Studie genommen.

Anmerkung: Die Dosierung IXE Q2W entspricht nicht der zugelassenen Dosierung in der Indikation axiale Spondyloarthritis. Bitte beachten Sie die Taltz Fachinformation für die zugelassene Dosierung.1

Referenzen

1. Taltz [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3. Gordon KB, Blauvelt A, Papp KA, et al; UNCOVER-1, UNCOVER-2, and UNCOVER-3 Study Groups. Phase 3 trials of ixekizumab in moderate-to-severe plaque psoriasis. N Engl J Med. 2016;375(4):345-356. http://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1512711

4. Deodhar A, van der Heijde D, Gensler LS, et al; COAST-X Study Group. Ixekizumab for patients with non-radiographic axial spondyloarthritis (COAST-X): a randomised, placebo-controlled trial. Lancet. 2020;395(10217):53-64. http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(19)32971-X

5. van der Heijde D, Cheng-Chung Wei J, Dougados M, et al; COAST-V Study Group. Ixekizumab, an interleukin-17A antagonist in the treatment of ankylosing spondylitis or radiographic axial spondyloarthritis in patients previously untreated with biological disease-modifying anti-rheumatic drugs (COAST-V): 16 week results of a phase 3 randomised, double-blind, active-controlled and placebo-controlled trial. Lancet. 2018;392(10163):2441-2451. http://dx.doi.org/10.1016/s0140-6736(18)31946-9

6. Deodhar A, Poddubnyy D, Pacheco-Tena C, et al; COAST-W Study Group. Efficacy and safety of ixekizumab in the treatment of radiographic axial spondyloarthritis: sixteen-week results from a phase III randomized, double-blind, placebo-controlled trial in patients with prior inadequate response to or intolerance of tumor necrosis factor inhibitors. Arthritis Rheumatol. 2019;71(4):599-611. http://dx.doi.org/10.1002/art.40753

7. A long term extension study of ixekizumab (LY2439821) in participants with axial spondyloarthritis. ClinicalTrials.gov identifier: NCT03129100. Updated November 4, 2020. Accessed January 20, 2021. https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT03129100

Glossar

AE = unerwünschtes Ereignis (adverse event)

AS/r-axSpA = Ankylosierende Spondylitis/röntgenologische axiale Spondyloarthritis

IBD = entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease)

MedDRA = medizinisches Wörterbuch für Aktivitäten im Rahmen der Arzneimittelzulassung (Medical Dictionary for Regulatory Activities)

nr-axSpA = nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis

PY = Patientenjahre (patient years)

Q2W = alle 2 Wochen

Q4W = alle 4 Wochen

SAE = schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (serious adverse event)

TB = Tuberkulose

TEAE = während der Therapie aufgetretenes unerwünschtes Ereignis (treatment emergent adverse event)

TNF = Tumornekrosefaktor

Anhang: Kurzbeschreibungen der klinischen Studie

Studien zu axialer Spondyloarthritis

  • COAST-V (n = 341) ist eine 16-wöchige, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie mit einem aktiven Kontrollreferenzarm und einer dosis-doppelblinden Verlängerungsphase auf 52 Wochen mit bDMARD-naiven Patienten mit aktiver ankylosierender Spondylitis/röntgenologischer axialer Spondyloarthritis.5

  • COAST-W (n = 316) ist eine 16-wöchige doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie mit einer dosis-doppelblinden Verlängerungsphase auf 52 Wochen bei Patienten mit aktiver ankylosierender Spondylitis/röntgenologischer axialer Spondyloarthritis und unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit gegenüber 1 oder 2 TNF-Inhibitoren.6

  • COAST-X (n = 303) ist eine 52-wöchige doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie bei bDMARD-naiven Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis.4

  • COAST-Y (n = 750) ist eine 104-wöchige Phase-3-Langzeit-Verlängerungsstudie, die eine doppelblinde, placebokontrollierte 40-wöchige Phase mit randomisiertem Absetzen und anschließender erneuter Behandlung bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis umfasst, bei denen die abschließende Studienvisite in COAST-V, COAST-W oder COAST-X bereits stattgefunden hat.7

Datum der letzten Prüfung: 2020 M02 28


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