Olumiant® Baricitinib

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Olumiant (Baricitinib): Wirkung auf Leberanalysewerte

Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase wurden bei Patienten mit rheumatoider Arthritis beobachtet, die mit Baricitinib behandelt worden sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bezüglich erhöhter Leberenzymwerte

Erhöhungen in Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) wurden bei Patienten mit RA beobachtet, die mit BARI behandelt worden sind. Wenn Erhöhungen der ALT oder AST beobachtet werden und eine arzneimittelbedingte Leberschädigung vermutet wird, ist Baricitinib vorübergehend abzusetzen, bis eine solche Diagnose ausgeschlossen werden kann.1

Bei mit BARI behandelten Patienten wurden keine Fälle beobachtet, die die Kriterien von Hy's Law erfüllt hätten.2

Erhöhungen der Leberanalysewerte bei Anwendung von Baricitinib im klinischen Entwicklungsprogramm zu Rheumatoide Arthritis

All BARI RA Datensatz

Der All BARI RA Datensatz umfasst Daten von 3.770 Patienten mit RA, die BARI in verschiedenen Dosierungen in 1 Phase 1-, 3 Phase 2- und 5 Phase 3-Studien (RA-BEGIN, RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON und RA-BALANCE) erhielten. Die Daten beinhalten eine Langzeit-Erweiterungsstudie (RA-BEYOND) mit

  • Daten bis zum 13. Februar 2018 und

  • 10.127 PYE.3,4

Der Anteil der Patienten mit einem erhöhten ALT-Wert von

  • 3X ULN betrug 4,3%

  • 5X ULN betrug 1,3% und

  • 10X ULN betrug 0,3%.1

Der Anteil der Patienten mit erhöhtem

  • AST-Wert von ≥3X ULN betrug 2,5%

  • Gesamt-Bilirubin ≥2X ULN betrug 0,1% und

  • ALP-Wert von ≥1,5X ULN betrug 6,0%.1

7 Studien umfassender Placebo-kontrollierter Datensatz

Der 7 Studien umfassende gepoolte Datensatz beinhaltet Patienten mit RA, welche auf BARI 4 mg (N=1142, PYE=471,8) oder Placebo (N=1215, PYE=450,8) in den 3 Phase 2-Studien und 4 Phase 3-Studien (RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON und RA-BALANCE) randomisiert worden waren. Patienten in der Placebo-Gruppe konnten als Begleitmedikation MTX oder andere konventionelle DMARDs einnehmen. Die Untersuchungszeiträume umfassten

  • den 12 Wochen andauernden Placebo-kontrollierten Zeitraum in den Phase 2-Studien

  • die 16 Wochen der zugewiesenen Behandlung vor der Möglichkeit einer Rescue-Therapie in den Phase 3-Studien und

  • die 24 Wochen der zugewiesenen Behandlung oder bis Rescue in den Phase 3-Studien.3,4


Daten zu BARI 2 mg (N=479, PYE=185,8) stammen aus 4 dieser Studien, in denen sowohl BARI 2 mg als auch BARI 4 mg während der Randomisierung (2 Phase 2-Studien sowie RA-BUILD und RA-BEACON) möglich waren. 3,4

ALT ≥3X ULN

Der Anteil der Patienten, welche einen ALT-Wert von ≥3X ULN aufwiesen, betrug

  • 1,5% in der BARI 4 mg-Gruppe

  • 1,5% in der BARI 2 mg-Gruppe und

  • 1,2% in der Placebo-Gruppe.1,2

AST ≥3X ULN

Der Anteil der Patienten, welche einen AST-Wert von  ≥3X ULN aufwiesen, betrug

  • 1,1% in der BARI 4 mg-Gruppe

  • 1,3% in der BARI 2 mg-Gruppe und

  • 1,1% in der Placebo-Gruppe.1

Gesamt-Bilirubin ≥2X ULN

Der Anteil der Patienten, die einen Gesamt-Bilirubin-Wert von ≥2X ULN aufwiesen, betrug

  • 0% in der BARI 4 mg-Gruppe

  • 0% in der BARI 2 mg-Gruppe und

  • 0,1% in der Placebo-Gruppe.1

ALP ≥1,5X ULN

Der Anteil der Patienten, welche einen ALP-Wert von  ≥1,5X ULN aufwiesen, betrug

  • 4,9% in der BARI 4 mg-Gruppe

  • 2,5% in der BARI 2 mg-Gruppe und

  • 4,9% in der Placebo-Gruppe.1

Information gemäß Fachinformation

Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) auf mindestens das 5- bis 10-fache der Obergrenze der Normalwerte (ULN) wurden in den klinischen Studien bei weniger als 1 % der Patienten berichtet. In klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis führte eine Kombination mit Methotrexat bei behandlungsnaiven Patienten im Vergleich zu einer Baricitinib-Monotherapie häufiger zu einer Erhöhung der Lebertransaminasen.5

Falls im Rahmen von Routineuntersuchungen Erhöhungen von ALT oder AST beobachtet werden und eine arzneimittelbedingte Leberschädigung vermutet wird, ist Baricitinib vorübergehend abzusetzen, bis eine solche Diagnose ausgeschlossen werden kann.5

In kontrollierten klinischen Studien innerhalb der ersten 16 Wochen wurden gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Erhöhungen von AST auf mehr als das 3-fache der Obergrenze des Normalwertes (ULN) und häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Erhöhungen von ALT auf mehr als das 3-fache der Obergrenze des Normalwertes (ULN) beobachtet.

Die Häufigkeit von erhöhter Alanin-Aminotransferase (ALT) ≥ 3 × Obergrenze des Normal-wertes (ULN) basiert auf den gepoolten klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis und atopischer Dermatitis. Bei Patienten, die in klinischen Studien zu atopischer Dermatitis mit Baricitinib behandelt wurden, war die Häufigkeit dieser Ereignisse gelegentlich.5

Erhöhungen der Lebertransaminasen

In kontrollierten klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis wurden innerhalb der ersten 16 Wochen Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) auf mehr als das 3-fache der Obergrenze des Normalwertes (ULN) bei

  • 1,4 % bzw. 0,8 % der Patienten mit Baricitinib beobachtet, verglichen mit

  • 1,0 % bzw. 0,8 % bei den mit Placebo behandelten Patienten.5

Die Kombination von Baricitinib mit potenziell hepatotoxischen Arzneimitteln wie etwa Methotrexat führte bei behandlungsnaiven Patienten häufiger zu solchen Erhöhungen. In einem Zeitraum von bis zu 52 Wochen war die Häufigkeit von ALT- sowie AST-Erhöhungen, die mindestens das 3-fache der Obergrenze des Normalwertes (ULN) betrugen,

  • unter einer Kombinationstherapie von Methotrexat mit Baricitinib (7,5 % und 3,8 %) höher als

  • unter einer Methotrexat-Monotherapie (2,9 % und 0,5 %) oder

  • Baricitinib -Monotherapie (1,9 % und 1,3 %).5

In kontrollierten klinischen Studien zu atopischer Dermatitis wurden innerhalb der ersten 16 Wochen gelegentlich Erhöhungen von ALT und AST auf mehr als das 3-fache der Obergrenze des Normalwertes (ULN) bei 0,2 % bzw. 0,5 % der mit Baricitinib 4 mg behandelten Patienten beobachtet, im Vergleich zu 0,8 % bzw. 0,8 % der mit Placebo behandelten Patienten.5

Indikationsübergreifend waren die meisten Fälle einer Erhöhung der Lebertransaminasen asymptomatisch und vorübergehend. Das Muster und die Inzidenz von ALT/AST-Erhöhungen blieben im Zeitverlauf, auch während der Verlängerungsstudie, stabil.5

Referenzen

1. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

2. Smolen JS, Genovese MC, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib in patients with active rheumatoid arthritis with over 2 years median time in treatment [published online September 15, 2018]. J Rheumatol. https://dx.doi.org/10.3899/jrheum.171361

3. Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis up to 7 years: an updated integrated safety analysis. Ann Rheum Dis. 2019;78(2):308-309. http://dx.doi.org/10.1136/annrheumdis-2019-eular.691

4. Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis up to 7 years: an updated integrated safety analysis. Presented as an oral presentation at: European League Against Rheumatism (EULAR) Annual Meeting; June 12-15, 2019; Madrid, Spain.

5. Olumiant [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

Glossar

ALP = Alkalische Phosphatase

ALT = Alanin Aminotransferase

AST = Aspartat Aminotransferase

BARI = Baricitinib

DMARD = Disease-Modifying Antirheumatic Drug

MTX = Methotrexat

PYE = patient-years of exposure, Patientenjahre der Exposition

RA = Rheumatoide Arthritis

ULN = Upper Limit of Normal, Obergrenze der Normalwerte

Datum der letzten Prüfung: 2020 M06 08


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