Olumiant® Baricitinib

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Olumiant® (Baricitinib): Veränderungen von Lymphozyten, Neutrophilen und Thrombozyten

Lymphozyten, Neutrophile und Thrombozyten wurden in den klinischen Studien zu Baricitinib fortlaufend überwacht.

Mittlere Veränderungen von Lymphozyten, Neutrophilen und Thrombozyten im zeitlichen Verlauf

Die Zellzahlen für Lymphozyten, Neutrophile und Thrombozyten aus klinischen Studien Phase 2 und Phase 3 wurden kombiniert, einschließlich Verlängerungsphasen, unter Berücksichtigung der Daten bis zum 1. April 2017.1

Mittlere Veränderungen der Lymphozytenzahl

In kontrollierten Studien traten innerhalb der ersten 16 Wochen erhöhte Thrombozytenzahlen von über 600 × 109 Zellen/l  bei 2,0 % der mit 4 mg Barcitinib behandelten Patienten und bei 1,1 % der mit Placebo behandelten Patienten auf. Es wurde kein Zusammenhang zwischen den erhöhten Thrombozytenzahlen und unerwünschten Nebenwirkungen thrombotischer Natur beobachtet. Das Muster und die Inzidenz von Erhöhungen der Thrombozytenzahlen blieben im Zeitverlauf auch in der Verlängerungsstudie stabil auf einem höheren Wert als dem Baseline-Wert.2

Die mittlere absolute Lymphozytenzahl erhöhte sich innerhalb einer Woche nach Behandlungsbeginn mit Baricitinb, ging bis Woche 24 wieder auf die Ausgangswerte zurück und blieb danach für mindestens 104 Wochen stabil. Bei den meisten Patienten blieben die Veränderungen der Lymphozytenzahl innerhalb des üblichen Referenzbereichs.2

Die mittlere Lymphozytenzahl stieg innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Therapie mit BARI an, stabilisierte sich dann und kehrte bei längerer Anwendung auf die Ausgangswerte zurück.1,3,4

Mittlere Veränderungen der Neutrophilenzahl

Die mittlere Neutrophilenzahl sank innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Therapie mit BARI, stabilisierte sich dann und stieg bei Ende der Therapie wieder auf die Ausgangswerte an.1,3,4

Mittlere Veränderungen der Thrombozytenzahl

Die mittleren Thrombozytenzahlen

  • stiegen früh mit einem Maximum in Woche 2

  • kehrten sich in Woche 4 um in Richtung der Ausgangswerte und 

  • stabilisierten sich nach 8 Wochen unter verlängerter BARI-Exposition.1,3,4

Das Muster und die Häufigkeit erhöhter Thrombozytenzahlen blieb im zeitlichen Verlauf auf einem Wert stabil, der höher als der Ausgangswert war. Der Thrombozytenanstieg war reversibel, dies wurde nach Ende der Therapie beobachtet, wobei die mittleren Werte auf die Ausgangswerte zurückgingen.1

Lymphopenie und Neutropenie als unerwünschte Ereignisse

Die absolute Lymphozytenzahl (ALC) und die absolute Neutrophilenzahl (ANC) sollten vor Behandlungsbeginn kontrolliert und danach im Rahmen der Patientenroutineuntersuchung überwacht werden.2 

Bei Patienten mit einer absoluten Lymphozytenzahl (ALC) von weniger als 0,5 × 109 Zellen/l, einer absoluten Neutrophilenzahl (ANC) von weniger als 1 × 109 Zellen/l oder einem Hämoglobinwert unter 8 g/dl sollte eine Therapie nicht begonnen werden. Die Behandlung kann eingeleitet werden, sobald sich die Werte über diese Grenzwerte hinaus verbessert haben.2

Eine absolute Neutrophilenzahl (ANC) < 1x109 Zellen/l und eine absolute Lymphozytenzahl (ALC) < 0,5 x 109 Zellen/l wurden bei weniger als 1 % der Patienten in klinischen Studien berichtet. Die Behandlung sollte unterbrochen werden, wenn ANC < 1 x 109 Zellen/l oder ALC < 0,5 x 109 Zellen/l  betragen und kann erneut begonnen werden, sobald die Werte wieder über diesen Grenzwerten liegen.2

Lymphopenie

Während 24 Wochen unter Therapie oder bis zum Rescue betrug der Anteil der Patienten, die während der Therapie eine Lymphopenie berichteten,  

  • 0,6 % unter BARI 2 mg

  • 0,6 % unter BARI 4 mg und

  • 0,4 % unter Placebo.5

Lymphopenie und Infektionsrisiko

Ein höherer Grad der Lymphopenie war unter BARI 4 mg mit einer höheren Häufigkeit von Infektionen verbunden.3

Lymphopenie als SAE wurde in den ausgewerteten kombinierten Datensätzen nicht berichtet.5

Neutropenie

In kontrollierten Studien über bis zu 16 Wochen wurde Neutropenie (<1 x 109 Zellen/l) gelegentlich berichtet (≥ 1/1.000 bis < 1/100).2

In kontrollierten Studien wurde innerhalb der ersten 16 Wochen bei 0,3 % der mit Baricitinib behandelten Patienten ein Rückgang der Neutrophilenzahlen auf unter 1 × 109 Zellen/l gemessen,  verglichen mit 0 % bei den mit Placebo behandelten Patienten. Es gab keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Abnahme der Neutrophilenzahl und dem Auftreten von schwerwiegenden Infektionen. Allerdings wurde in klinischen Studien die Behandlung im Falle einer ANC < 1 × 109 Zellen/l unterbrochen. Das Muster und die Inzidenz des Rückgangs der Neutrophilenzahlen blieben im Zeitverlauf auch in der Verlängerungsstudie stabil auf einem niedrigeren Wert als dem Baseline-Wert.2

Während 24 Wochen unter Therapie oder bis zum Rescue betrug der Anteil der Patienten, die während der Therapie eine Neutropenie berichteten,

  • 0,0 % unter BARI 2 mg 

  • 0,4 % unter BARI 4 mg und

  • 0,2 % unter Placebo.5

Neutropenie und Infektionsrisiko

Neutropenie unter BARI schien nicht mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Infektionen verbunden sein.5

Thrombozytose und thromboembolische unerwünschte Ereignisse

In kontrollieren Studien über bis zu 16 Wochen wurde Thrombozytose (>600 x 109 Zellen/l) häufig berichtet (≥ 1/100 bis <1/10).2

Tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien sind in der Olumiant Fachinformation als gelegentlich auftretende Nebenwirkungen aufgeführt.2

Bei Patienten, die Baricitinib erhielten, wurden tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) berichtet. Baricitinib sollte bei Patienten mit Risikofaktoren für TVT/LE wie höheres Alter, Adipositas, TVT/LE in der Vorgeschichte oder bei Patienten, die z. B. im Rahmen einer Operation immobilisiert werden, mit Vorsicht angewendet werden. Im Falle des Auftretens klinischer Merkmale von TVT/LE sollte die Behandlung mit Baricitinib abgesetzt werden. Die Patienten sollten umgehend diagnostiziert und anschließend mit einer geeigneten Therapie behandelt werden.2

Der Zusammenhang zwischen Thrombozytose und thrombotischen unerwünschten Ereignissen wurde bei Patienten aus dem Datensatz "All BARI RA 12-month safety update analysis set" ausgewertet.1

Unter den 31 Patienten aus dem Datensatz "All BARI RA", die eine VTE als unerwünschtes Ereignis berichtet hatten bis zum 1. September 2016, war der Anteil der Patienten mit hohen Thrombozytenzahlen bei Patienten mit VTE vs. Patienten ohne VTE ähnlich. Ein Zusammenhang zwischen erhöhten Thrombozytenzahlen und VTE Ereignissen wurde nicht beobachtet.1,4

Referenzen

1. Kremer J, Huizinga TWJ, Chen L, et al. Analysis of neutrophils, lymphocytes, and platelets in pooled phase 2 and phase 3 studies of baricitinib for rheumatoid arthritis. Poster presented at: European League Against Rheumatism (EULAR) Annual Meeting; June 14-17, 2017; Madrid, Spain.

2. Olumiant [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

3. Eli Lilly and Company. Lilly FDA Advisory Committee Meeting NDA 207924 Briefing Document. https://www.fda.gov/downloads/AdvisoryCommittees/CommitteesMeetingMaterials/Drugs/ArthritisAdvisoryCommittee/UCM605062.pdf. Accessed May 2, 2018a. https://www.fda.gov/downloads/AdvisoryCommittees/CommitteesMeetingMaterials/Drugs/ArthritisAdvisoryCommittee/UCM605062.pdf

4. Smolen JS, Genovese MC, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib in patients with active rheumatoid arthritis with over 2 years median time in treatment [published online September 15, 2018]. J Rheumatol. https://dx.doi.org/10.3899/jrheum.171361

5. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

Glossar

ALC = absolute Lymphozytenzahl

ANC = absolute Neutrophilenzahl

BARI = Baricitinib

RA = rheumatoide Arthritis

SAE = schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis

TEAE = ein während der Therapiephase aufgetretenes unerwünschtes Ereignis

VTE = venöse Thromboembolie

Datum der letzten Prüfung: 2018 M10 15

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