Olumiant® Baricitinib

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Olumiant® (Baricitinib): Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit den Nieren und Veränderungen der Analyte

Während der Behandlung mit Baricitinib wurden geringfügige, reversible und dosisabhängige Erhöhungen des Serumkreatininlevels beobachtet.

Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit den Nieren bei rheumatoider Arthritis

Die expositionsbereinigten Inzidenzraten wurden als Anzahl der Patienten mit einem Ereignis pro 100 Patientenjahre Expositionszeit berechnet, wobei die Exposition zum Zeitpunkt des Ereignisses nicht zensiert wurde.1

Placebokontrollierter Datensatz aus 7 Studien

Beschreibung

Der gepoolte Datensatz aus 7 Studien umfasste Patienten mit RA aus 3 Phase 2 Studien und 4 Phase 3 Studien (RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON und RA-BALANCE), die auf 4 mg BARI (n = 1142, PYE = 471,8) oder Placebo (n = 1215, PYE = 450,8) randomisiert wurden. Patienten in der Placebogruppe konnten MTX oder andere herkömmliche DMARDs als Begleittherapie einnehmen. Die Auswertungszeiträume umfassten

  • den 12-wöchigen placebokontrollierten Zeitraum in Phase 2 Studien

  • 16 Wochen der zugewiesenen Behandlung vor der Möglichkeit zur Anwendung einer Rescue-Therapie in Phase 3 Studien und

  • 24 Wochen der zugewiesenen Behandlung oder bis Rescue-Therapie in Phase 3 Studien.1

Die Daten von BARI 2 mg (n = 479, PYE = 185,8) stammen aus 4 dieser Studien, in denen sowohl BARI 2 mg als auch BARI 4 mg bei der Randomisierung zur Verfügung standen (2 Phase 2 Studien sowie RA-BUILD und RA-BEACON).1

Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit den Nieren

Während der 24-wöchigen zugewiesenen Behandlung oder bis zur Rescue-Therapie betrug der Anteil der Patienten mit einem nierenbezogenen TEAE

  • 2,6 % (EAIR = 6,4) in der BARI 4 mg-Gruppe

  • 2,1 % (EAIR = 5,4] in der BARI 2 mg-Gruppe und

  • 1,9 % (EAIR = 5,1) in der Placebogruppe.2

Erweiterter Datensatz aus 4 Studien

Beschreibung

Der erweiterte Datensatz umfasste Patienten mit RA, die auf BARI 4 mg (n = 479, PYE = 781,1) oder BARI 2 mg (n = 479, PYE = 774,9) aus 2 Phase 2 und 2 Phase 3 Studien (RA-BUILD, RA-BEACON) und 1 Langzeit-Verlängerungsstudie (RA-BEYOND) randomisiert wurden. Die Auswertungszeiträume dauerten von der Randomisierung bis zur letzten verfügbaren Beobachtung und umfassten die Verlängerungsdaten bis zum 1. September 2019, sofern nicht anders angegeben. Die Daten wurden bei Rescue-Anwendung oder Dosisänderung zensiert.2

Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit den Nieren

 Der Anteil der Patienten mit einem nierenbezogenen TEAE betrug

  • 4,6 % (EAIR = 2,8) in der BARI 2 mg-Gruppe und

  • 5,2 % (EAIR = 3,2) BARI 4 mg-Gruppe.2

All BARI RA-Datensatz

Beschreibung

Der All BARI RA Analysesatz umfasste 3770 Patienten mit RA aus 1 Phase 1, 3 Phase 2 und 5 Phase 3 Studien (RA-BEGIN, RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON, RA-BALANCE), die BARI in verschiedenen Dosen erhielten. Die Daten beinhalten eine Langzeit-Verlängerungsstudie (RA-BEYOND) mit

  • 13.148 PYE,

  • medianer Exposition von 4,2 Jahren,

  • maximaler Exposition von 8,4 Jahren und

  • Daten bis zum 1. September 2019.3,4

Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit den Nieren

Nierenbezogene TEAE wurden bei 282 (7,5 %, EAIR = 2,1) Patienten berichtet. Diese Ereignisse umfassten

  • 37 (EAIR = 0,3) Fälle mit Nierenfunktionsstörungen

  • 21 (EAIR = 0,2) Fälle mit Nierenversagen

  • 15 (EAIR = 0,1) Fälle mit akuten Verletzungen der Niere und

  • 16 (EAIR = 0,1) Fälle mit chronischen Nierenerkrankungen.2

Von den 282 Ereignissen

  • wurden 34 (EAIR = 0,26) als SAE gemeldet

  • führten 31 (EAIR = 0,2) zu vorübergehenden Unterbrechungen der Studienbehandlung und

  • führten 8 (EAIR = 0,1) zu einem dauerhaften Abbruch der Studienbehandlung.2

Mittlere Werte für das Serumkreatinin

Gepoolter Datensatz aus 5 Studien

Beschreibung

Der gepoolte Datensatz aus 5 Studien umfasste Patienten mit RA, die auf 4 mg BARI oder Placebo randomisiert waren, aus 1 Phase 2 Studie und 4 Phase 3 Studien (RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON und RA-BALANCE). Die Daten umfassen eine Langzeit-Verlängerungsstudie (RA-BEYOND) mit Daten bis zum 13. Februar 2018.2

BARI 2 mg-Daten wurden aus 3 dieser Studien gepoolt, in denen sowohl BARI 2 mg als auch BARI 4 mg bei der Randomisierung zur Verfügung standen (1 Phase 2 Studie sowie RA-BUILD und RA-BEACON).2

Mittlere Veränderung des Serumkreatininlevels

In dem gepoolten Datensatz mit 5 Studien betrug die LSM (SE)-Änderung des Serumkreatininlevels gegenüber Baseline bis Woche 24

  • 5,8 (0,3) μmol/l in der BARI 4 mg-Gruppe (n = 994)

  • 4,3 (0,5) μmol/l in der BARI 2 mg-Gruppe (n = 412) und

  • 0,0 (0,0) μmol/l in der Placebogruppe (n = 617).2

Reversibilität des erhöhten Serumkreatininlevels

Bei Patienten mit mindestens 1 Nachbeobachtungsuntersuchung nach der letzten BARI-Dosis (n = 666 bis 10. August 2015) waren die mittleren (SD) und medianen Kreatininwerte gegenüber der Baseline niedriger als bei den letzten Messungen während der Behandlung: mittlere Änderung=-3,1 (11,1) μmol/l; mediane Änderung=-3,0 μmol/l.2

Mechanismus des Anstiegs des Serumkreatininlevels während der Behandlung mit Baricitinib

In-vitro-Experimente zeigten, dass BARI die tubuläre Sekretion von Kreatinin kompetitiv hemmen kann. Das Muster kleiner Anstiege des Kreatininwerts, die kurz nach Beginn der BARI-Behandlung beobachtet wurden, stimmt mit einem solchen Mechanismus überein. Der Mechanismus des kleinen, reversiblen und dosisabhängigen Anstiegs des Serumkreatininlevels, der bei der BARI-Behandlung beobachtet wurde, wurde jedoch nicht vollständig charakterisiert. 2,5

Information gemäß Fachinformation

Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min beträgt die empfohlene Dosis für BARI 2 mg einmal täglich. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <30 ml/min wird die Anwendung von Baricitinib nicht empfohlen.6

Baricitinib induzierte nach zwei Behandlungswochen einen mittleren Anstieg des Serumkreatininlevels von 3,8 µmol/l verglichen mit Placebo, der dann bis zu 104 Behandlungswochen stabil blieb. Dies wird möglicherweise durch eine Inhibierung der Kreatininsekretion in den Nierentubuli verursacht. Infolgedessen konnte die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate basierend auf dem Serumkreatinin etwas niedriger sein, ohne dass tatsächlich eine Minderung der Nierenfunktion besteht oder renale Nebenwirkungen eintreten.6

References

1. Genovese MC, Smolen JS, Tsutomu T et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis over a median of 3 years of treatment: an updated integrated safety analysis. Lancet Rheumatol. 2020;2(6):E347-E357. https://doi.org/10.1016/S2665-9913(20)30032-1

2. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3. Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis up to 8.4 years: an updated integrated safety analysis [abstract]. Ann Rheum Dis. 2020;79(suppl 1):638. http://scientific.sparx-ip.net/archiveeular/?c=a&view=4&item=2020FRI0123

4. Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis up to 8.4 years: an updated integrated safety analysis. Poster presented at: European League Against Rheumatism Virtual Congress; June 3-6, 2020.

5. Zhang Y, Warren MS, Zhang X, et al. Impact on creatinine renal clearance by the interplay of multiple renal transporters: a case study with INCB039110. Drug Metab Dispos. 2015;43(4):485-489. http://dx.doi.org/10.1124/dmd.114.060673

6. Olumiant [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

Glossar

BARI = Baricitinib

DMARD = krankheitsmodifizierende Antirheumatika (disease-modifying antirheumatic drug)

EAIR = expositionsbereinigte Inzidenzrate (exposure-adjusted incidence rate)

LSM = Mittelwert der kleinsten Quadrate (least squares mean)

MTX = Methotrexat

PYE = Patientenjahre der Exposition (patient years of exposure)

RA = rheumatoide Arthritis

SAE = schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (serious adverse event)

TEAE = während der Therapie aufgetretenes unerwünschtes Ereignis (treatment-emergent adverse event)

Datum der letzten Prüfung: 2020 M06 08


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