Olumiant® Baricitinib

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Olumiant® (Baricitinib): Fortpflanzungsrisiken bei Männern

Tierstudien deuten darauf hin, dass während einer Behandlung mit Baricitinib die männliche Fertilität vermindert sein kann. Es zeigte sich jedoch kein Effekt auf die männliche Spermatogenese.

AT_DE_cFAQ_BAR142_MALE_REPRODUCTIVE_RISKS_RA_AD
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Olumiant Fachinformation

Tierstudien deuten darauf hin, dass während einer Behandlung mit Baricitinib die weibliche Fertilität vermindert sein kann. Es zeigte sich jedoch kein Effekt auf die männliche Spermatogenese.1

In einer kombinierten Fertilitätsstudie an männlichen/weiblichen Ratten verminderte Baricitinib die Gesamtpaarungsleistung (verminderte Fertilitäts- und Konzeptionsindizes).1

  • Bei weiblichen Ratten zeigte sich eine verminderte Anzahl von Corpora lutea und Implantationsstellen, vermehrte Präimplantationsverluste und/oder schädliche Wirkungen auf das intrauterine Überleben der Embryos.1
  • Da weder auf die Spermatogenese (Bewertung mittels Histopathologie) noch auf die Samen/Spermien-Endpunkte bei männlichen Ratten Effekte festgestellt wurden, war die verminderte Gesamtpaarungsleistung wahrscheinlich die Folge der Effekte bei weiblichen Tieren.1

Kombinierte Fertilitätsstudie an männlichen und weiblichen Tieren

Männliche Ratten wurden 6 Wochen lang täglich mit 0, 5, 15 oder 50 mg/kg BARI behandelt, darunter 4 Wochen vor dem Zusammenbringen mit weiblichen Ratten, die mit 0, 5, 25 oder 100 mg/kg BARI behandelt wurden.2

Basierend auf Studien an Ratten betrug die NOAEL für die männliche Fertilität 15 mg/kg.2

Auswirkungen auf Fortpflanzungsorgane und Spermien

Histologische Studien ergaben bei allen BARI-Dosen keine Veränderung der männlichen Fortpflanzungsorgane und keine Auswirkungen auf die Beweglichkeit, Konzentration und Morphologie der Spermien .2

Auswirkungen auf die Fertilität und die frühe Embryonalentwicklung

Ergebnisse nach Dosierung

Bei Dosen von 50 bzw. 100 mg/kg/Tag (etwa das 113- bzw. 169-fache einer Baricitinib-Dosis von 2 mg bei Männern bzw. Frauen) war die Fortpflanzungsleistung bei beiden Geschlechtern nicht beeinträchtigt.2  

Bei Dosen von 15 mg/kg und 25 mg/kg (etwa das 25- und 48-fache einer Baricitinib-Dosis von 2 mg) war die Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten nicht beeinträchtigt.2

Mögliche Ursache für verminderte Fertilität

Aufgrund des Studiendesigns konnte nicht festgestellt werden, ob die Fertilitätsergebnisse auf Toxizitäten bei einem Geschlecht oder bei beiden Geschlechtern zurückzuführen waren. Da jedoch weder auf die Spermatogenese noch auf die Samen/Spermien-Endpunkte bei männlichen Ratten Effekte festgestellt wurden, war die verminderte Gesamtpaarungsleistung wahrscheinlich die Folge der Effekte bei weiblichen Tieren, einschließlich:

  • verminderte Anzahl von Corpora lutea und Implantationsstellen,
  • vermehrte Präimplantationsverluste und
  • schädliche Wirkungen auf das intrauterine Überleben der Embryos.1

Basierend auf Studien an Ratten betrug die NOAEL 5 mg/kg für die weibliche Fertilität und die frühe embryonale Entwicklung.2

Während der Therapie aufgetretene unerwünschte Ereignisse

Ein TEAE ist ein unerwünschtes Ereignis, das nach der ersten Dosis der Studienbehandlung entweder zum ersten Mal auftrat oder dessen Schweregrad sich verschlechterte und das nicht unbedingt in einem kausalen Zusammenhang mit der Studienbehandlung stand.2

Rheumatoide Arthritis

Placebokontrollierter Datensatz aus 7 Studien

Der gepoolte Datensatz aus 7 Studien umfasste Patienten mit RA aus 3 Phase-2-Studien und 4 Phase-3-Studien (RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON und RA-BALANCE), die auf 4 mg BARI (n = 1142, PJE = 471,8) oder Placebo (n = 1215, PYE = 450,8) randomisiert wurden. Die Patienten erhielten möglicherweise MTX oder andere herkömmliche DMARDs als Begleittherapie. Die Auswertungszeiträume umfassten

  • den 12-wöchigen placebokontrollierten Zeitraum in Phase-2-Studien
  • 16 Wochen der zugewiesenen Behandlung vor der Möglichkeit einer Rescue-Therapie in Phase-3-Studien und
  • 24 Wochen der zugewiesenen Behandlung oder bis zur Rescue-Therapie in Phase-3-Studien.3

Die Daten von BARI 2 mg (n = 479, PYE = 185,8) stammten aus 4 dieser Studien, in denen sowohl BARI 2 mg als auch BARI 4 mg bei der Randomisierung zur Verfügung standen (2 Phase-2-Studien sowie RA-BUILD und RA-BEACON).3

In dieser Sicherheitsanalyse wurden nach 24 Behandlungswochen in keinem der Studienarme (BARI 4 mg, BARI 2 mg und Placebo) mit dem Sperma zusammenhängende AE wie Spermienbildung anomal (bevorzugter MedDRA-Begriff) berichtet.2

All BARI RA-Analysepopulation

Die All BARI RA-Analysepopulation umfasste 3770 Patienten mit RA aus 1 Phase-1-, 3 Phase-2- und 5 Phase-3-Studien (RA-BEGIN, RA-BEAM, RA-BUILD, RA-BEACON und RA-BALANCE), die BARI in unterschiedlichen Dosen erhielten. Die Daten beinhalten eine Langzeitverlängerungsstudie (RA-BEYOND) mit

  • 13.148 PJE
  • einer medianen Exposition von 4,2 Jahren
  • einer maximalen Exposition von 8,4 Jahren und
  • Daten bis zum 1. September 2019.4,5

In dieser Sicherheitsanalyse wurden keine mit den Sperma zusammenhängenden AE wie Spermienbildung anomal (bevorzugter MedDRA-Begriff) berichtet.2

Die Spermienanalyse wurde während der Studien nicht routinemäßig durchgeführt und männliche Teilnehmer mussten während der gesamten Dauer der Studie wie oben beschrieben Verhütungsmittel anwenden.2

Atopische Dermatitis

Placebokontrollierte Analyse

Der größte placebokontrollierte Datensatz umfasste Patienten mit AD aus 1 Phase-2- und 5 Phase-3-Studien (BREEZE-AD1, BREEZE-AD2, BREEZE-AD4, BREEZE-AD5 und BREEZE-AD7). Diese Patienten wurden zu BARI (n = 721, PYE = 210,6) und Placebo (n = 889, PYE = 252,7) randomisiert. Die Behandlungsdauer betrug 0 bis 16 Wochen.2

In dieser Sicherheitsanalyse wurden keine mit den Sperma zusammenhängenden AE wie Spermienbildung anomal (bevorzugter MedDRA-Begriff) berichtet.2

All BARI AD-Analysepopulation

Das Analyseset All BARI AD umfasst 2531 Patienten (PYE = 2274,4) mit AD, die in 1 Phase-2- und 5 Phase-3-Studien (BREEZE-AD1, BREEZE-AD2, BREEZE-AD4, BREEZE-AD5 und BREEZE-AD7) sowie 2 Phase-3-Erweiterungsstudien (BREEZE-AD3 und BREEZE-AD6) mindestens 1 Dosis BARI in unterschiedlichen Stärken erhielten.2

In dieser Sicherheitsanalyse wurden keine mit den Sperma zusammenhängenden AE wie Spermienbildung anomal (bevorzugter MedDRA-Begriff) berichtet.2

Spontane Meldungen nach der Markteinführung

Die folgenden Informationen gelten für bis zum 22. Juni 2020 eingegangene Daten. Die Daten geben nicht die Anzahl der AE in einer behandelten Population wieder. Sie stellen lediglich die Anzahl eines bestimmten AE dar, die dem Unternehmen gemeldet wurde. Die folgenden bevorzugten MedDRA-Begriffe wurden nicht in der Datenbank zu spontanen AE von Eli Lilly and Company berichtet:

  • Spermienbildung anomal und
  • Exposition des Vaters während der Schwangerschaft.2

Die spontane Meldung von AE kann sehr stark variieren und stellt keine kontrollierte klinische Information dar, anhand derer die Kausalität eines AE auf das Arzneimittel zurückgeführt werden kann. Spontane Meldungen sind aufgrund von Beeinträchtigungen bei der Meldung, einschließlich unvollständiger Informationen zum Patienten, begrenzt. Wenn keine Bestätigung des von Lilly hergestellten Produkts möglich ist, werden diese Fälle in die Datenbank zu spontanen Meldungen aufgenommen.

Anwendung bei Personen mit reproduktivem Potential

Basierend auf dem Wirkmechanismus und den Befunden bei Tieren kann BARI fetale Schäden verursachen.2

Falls eine Patientin während der Anwendung von BARI schwanger wird, ist die Patientin über die mögliche Gefahr für den Fötus zu informieren. BARI sollte in der Schwangerschaft nur dann weiterhin angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko für den Fötus rechtfertigt.2

Gebärfähige Frauen sollten während der Behandlung mit BARI und für mindestens 1 Woche nach der letzten BARI-Behandlung geeignete Vorkehrungen treffen, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.2

Verhütungskriterien in Prüfplänen klinischer Studien

In klinischen Studien zu BARI bei rheumatoider Arthritis erklärten sich männliche Patienten damit einverstanden, zwei Formen einer hochwirksamen Empfängnisverhütung anzuwenden, wenn sie während der Studie und 28 Tage nach der letzten Dosis der Studienmedikation Geschlechtsverkehr mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter hatten.2

Referenzen

1Olumiant [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis over a median of 3 years of treatment: an updated integrated safety analysis. Lancet Rheumatol. 2020;2(6):E347-E357. https://doi.org/10.1016/S2665-9913(20)30032-1

4Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis up to 8.4 years: an updated integrated safety analysis. Ann Rheum Dis. 2020;79(suppl 1):638. European League Against Rheumatism abstract FRI0123. https://ard.bmj.com/content/79/Suppl_1/642.1

5Genovese MC, Smolen JS, Takeuchi T, et al. Safety profile of baricitinib for the treatment of rheumatoid arthritis up to 8.4 years: an updated integrated safety analysis. Poster presented at: European League Against Rheumatism Virtual Congress; June 3-6, 2020.

Glossar

AD = atopische Dermatitis

AE = adverse event (unerwünschtes Ereignis)

BARI = Baricitinib

DMARD = disease-modifying antirheumatic drug (krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum) 

Lilly = Eli Lilly and Company

MedDRA = Medical Dictionary for Regulatory Activities (medizinisches Wörterbuch)

MRHD = maximum recommended human dose (maximale empfohlene Dosis für den Menschen)

MTX = Methotrexat

NOAEL = no observed adverse effect level (kein beobachteter Wert eines unerwünschtes Ereignisses)

PYE = patient-years of exposure (Patientenjahre der Exposition)

RA = rheumatoide Arthritis

TEAE = treatment-emergent adverse event (während der Behandlung aufgetretenes unerwünschtes Ereignis)

Datum der letzten Prüfung: September 24, 2020


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