Olumiant® Baricitinib

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Olumiant® (Baricitinib): Einsatz bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Anwendung von Baricitinib bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung wurde nicht untersucht und wird daher nicht empfohlen.

Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung in der Vorgeschichte waren von den klinischen Studien ausgeschlossen

Patienten waren von der Teilnahme an den klinischen Phase 3 Studien mit Baricitinib zur rheumatoiden Arthritis ausgeschlossen, wenn sie in der Vorgeschichte

  • eine chronische Lebererkrankung mit aktuellen AST oder ALT mit >1,5-fachen des ULN oder einem aktuellen Bilirubin-Wert mit ≥1,5-fachen des ULN hatten

  • eine aktive Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV Infektion hatten, oder

  • innerhalb der letzten 2 Jahre vor Studienbeginn chronisch alkoholabhängig, intravenös drogenabhängig oder anderweitig von illegalen Drogen abhängig waren.1

Pharmakokinetische Analysen bestimmter Patientenpopulationen

Systemische Exposition von Baricitinib bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung

Eine klinische Phase 1 Studie (JAGC) untersuchte die Wirkung einer eingeschränkten Leberfunktion auf die Pharmakokinetik einer Einzeldosis 4 mg Baricitinib bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung (basierend auf Child-Pugh B-Klassifikation) im Vergleich zu gesunden Probanden.1

Basierend auf den Studienergebnissen gab es keinen Nachweis, dass ein klinisch relevanter Unterschied in der systemischen Exposition bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung im Vergleich zu gesunden Probanden vorlag.1

Wirkung von Leber-Transaminase und Bilirubin als Kovariaten auf die Pharmakokinetik von Baricitinib

Daten aus vier Phase 3 Studien wurden mit drei Phase 2 Studien in einer kombinierten PK-Analyse gepoolt. In dieser gepoolten Analyse umfassten die untersuchten potentiellen Kovariate

  • ALT (Mittelwert = 20,6 U/L; Bereich = 4 to 175 U/L),

  • AST (Mittelwert = 20,4 U/L; Bereich = 5 to 97 U/L), und

  • Gesamtbilirubin (Mittelwert = 6,0 μM; Bereich = 2,0 bis 35,9 μM).

Weder ALT noch AST oder Bilirubin hatten eine signifikante Wirkung auf die PK von Baricitinib.1

Zusammengefasst hat eine mittelschwere Leberfunktionseinschränkung keine Wirkung auf die PK von Baricitinib und es liegt keine Empfehlung für eine Dosisanpassung bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung vor.

Information gemäß Fachinformation

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberfunktionseinschränkung gab es keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Baricitinib. Die Anwendung von Baricitinib bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung wurde nicht untersucht.2

Dosisabhängige Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) wurden bei mit Baricitinib behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo berichtet. Erhöhungen von ALT und AST auf mindestens das 5- bis 10-fache der Obergrenze der Normalwerte (ULN) wurden in den klinischen Studien bei weniger als 1% der Patienten berichtet. In klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis führte eine Kombination mit Methotrexat bei behandlungsnaiven Patienten im Vergleich zu einer Baricitinib-Monotherapie häufiger zu einer Erhöhung der Lebertransaminasen.2

Falls im Rahmen von Routineuntersuchungen Erhöhungen von ALT oder AST beobachtet werden und eine arzneimittelbedingte Leberschädigung vermutet wird, ist Baricitinib vorübergehend abzusetzen, bis eine solche Diagnose ausgeschlossen werden kann.2

In kontrollierten klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis wurden innerhalb der ersten 16 Wochen Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) auf mehr als das 3-fache der Obergrenze des Normalwertes (ULN) bei

  • 1,4 % bzw. 0,8 % der Patienten mit Baricitinib beobachtet, verglichen mit

  • 1,0 % bzw. 0,8 % bei den mit Placebo behandelten Patienten.2

Auch in Studien mit einer Dauer über 16 Wochen hinaus wurden indikationsübergreifend dosisabhängige Erhöhungen von ALT und AST berichtet. Die meisten Fälle einer Erhöhung der Lebertransaminasen waren asymptomatisch und vorübergehend. Das Muster und die Inzidenz von ALT/AST-Erhöhungen blieben im Zeitverlauf, auch während der Verlängerungsstudie, stabil.2

Referenzen

1. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

2. Olumiant [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

Glossar

ALT = Alanin-Aminotransferase

AST = Aspartat-Aminotransferase

BARI = Baricitinib

PK = Pharmakokinetik

ULN =  Obergrenze des Normalwertes (upper limit of normal)

Datum der letzten Prüfung: January 14, 2019


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