Forsteo® Teriparatid

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Forsteo® (Teriparatid): Daten zu Osteosarkomen

Bei Studien in Ratten zeigte sich eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen bei Langzeit-Anwendung von Teriparatid. Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Daten darf die empfohlene Behandlungsdauer von 24 Monaten nicht überschritten werden.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Ratten, die fast über ihre gesamte Lebenszeit mit täglichen Injektionen behandelt wurden, zeigten dosisabhängig und höchstwahrscheinlich aufgrund eines epigenetischen Mechanismus eine übersteigerte Knochenbildung und eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen. Teriparatid erhöhte bei Ratten nicht die Inzidenz anderer Tumor-Entitäten. Aufgrund der Unterschiede in der Knochenphysiologie bei Ratten und Menschen ist die klinische Relevanz dieser Befunde wahrscheinlich gering. Bei ovarektomierten Affen wurden weder nach 18-monatiger Behandlung noch während einer 3-jährigen Beobachtungsphase nach Ende der Behandlung Knochentumore gefunden. Auch wurden weder in klinischen Studien noch während der post-therapeutischen Beobachtungsstudie Osteosarkome beobachtet.1

Klinische Erfahrung

  • Bei mehr als 16.000 Patienten, die im Verlauf von 15 Jahren Teriparatid in kontrollierten klinischen Studien und Beobachtungen erhalten haben (die größte Untersuchung beinhaltete etwa 4.000 Patienten mit Therapie bis zu 2 Jahren und Nachbeobachtung über weitere 2 Jahre) wurden keine Osteosarkome berichtet.2

  • Nach der Markteinführung wurden Knochentumore und Osteosarkome im Rahmen der Spontanberichterstattung selten berichtet. Der Kausalzusammenhang mit Teriparatid ist unklar.3

  • Die kumulative Zahl der Spontanberichte mit Pathologie-bestätigter Diagnose eines Osteosarkoms unter Teriparatid übersteigt nicht die Erwartungen auf Basis der allgemeinen Inzidenz.3

  • Osteosarkome bleiben im Fokus der langfristigen Beobachtung. Alle Berichte an Lilly über mögliche Osteosarkome werden untersucht und umgehend an die Zulassungsbehörden berichtet.

Abwägungen bei der Therapieentscheidung

Bei Ratten verursachte Teriparatid dosisabhängig einen Anstieg der Inzidenz von Osteosarkomen, einem malignen Knochentumor. Aufgrund der unklaren Relevanz der Osteosarkombefunde bei Ratten für den Menschen, darf Teriparatid nur für Patienten verwendet werden, wenn der mögliche Nutzen die Risiken überwiegt.3

Teriparatid darf nicht bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Osteosarkome verwendet werden, hierzu gehören:3

  • Paget-Krankheit

  • Ungeklärte Erhöhung der alkalischen Phosphatase (diese können Zeichen einer nicht diagnostizierten Paget-Krankheit der Knochen sein)*

  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit offenen Epiphysen

  • Vorausgegangene Strahlentherapie mit externer Strahlenquelle oder implantierter Strahlenquelle, bei der das Skelett im Strahlenfeld lag

*Anmerkung: Teriparatid erhöht die knochenspezifische alkalische Phosphatase als Teil des Wirkmechanismus, diese Erhöhung ist erwartet.

Referenzen

1. Forsteo [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2. Andrews EB, Gilsenan AW, Midkiff K, et al. The US postmarketing surveillance study of adult osteosarcoma and teriparatide: study design and findings from the first 7 years. J Bone Miner Res. 2012;27(12):2429-2437. http://dx.doi.org/10.1002/jbmr.1768

3. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

Datum der letzten Prüfung: 2020 M02 17


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