Emgality® Galcanezumab

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Emgality® (Galcanezumab): Obstipation in den klinischen Studien zur Migräne-Prophylaxe

Obstipation wurde bei <2% der Patienten berichtet, die in den Phase-3-Studien zur Migräne-Prophylaxe mit Galcanezumab behandelt wurden. Die meisten Ereignisse waren leicht oder mittelschwer. Kein Patient brach die Behandlung aufgrund von Obstipation ab.

Informationen aus der Fachinformation

Obstipation ist eine häufige Nebenwirkung von Galcanezumab. Obstipation wurde von 1.0 % bzw. 1.5 % der Patienten unter der Gabe von 120 mg bzw. 240 mg Galcanezumab berichtet.1

Zusammenfassung der Ereignisse von Obstipation in den klinischen Phase-3-Studien zur Migräne-Prophylaxe

Inzidenz und Charakterisierung der Ereignisse von Obstipation: Studien zur Migräne-Prophylaxe

Inzidenz und Schweregrad von Obstipation während der doppelblinden Behandlungsphase in den Galcanezumab Studien zur Migräne-Prophylaxe sind zusammengefasst in Tabelle 1. Zusammenfassung der während der Behandlung aufgetretenen Ereignisse von Obstipation: Doppelblinde Behandlungsphase .

Die Berichte über Obstipation

  • zeigten kein Muster des Auftretens in Bezug auf den Zeitpunkt der Injektion und 

  • waren leicht oder mittelschwer, ohne dass schwere Ereignisse berichtet wurden.2

Kein Patient brach die Behandlung aufgrund von Obstipation ab.2

Tabelle 1. Zusammenfassung der während der Behandlung aufgetretenen Ereignisse von Obstipation: Doppelblinde Behandlungsphase2

 

PBO
N=1451
n (%)

GMB 120 mg
N=705
n (%)

GMB 240 mg
N=730
n (%)

Auftreten

8 (0.6)

7 (1.0)

11 (1.5)a

Schweregrad

---

---

---

Leicht

4 (0.3)

2 (0.3)

5 (0.7)

Mittelschwer

4 (0.3)

5 (0.7)

6 (0.8)

Schwer

0 (0.0)

0 (0.0)

0 (0.0)

Abkürzungen: GMB = Galcanezumab; PBO = Placebo.

a p<0.05 vs Placebo.

Anmerkung: Die empfohlene Dosis beträgt 120 mg Galcanezumab einmal monatlich mittels subkutaner Injektion, wobei die Behandlung mit einer Anfangsdosis von 240 mg eingeleitet wird.1 Die Ergebnisse einer Erhaltungsdosis 240 mg Galcanezumab einmal monatlich werden hier ebenfalls beschrieben. Wenngleich diese Dosis in den Zulassungsstudien untersucht wurde, ist sie nicht zugelassen und wird daher nicht empfohlen.

Dauer der während der Behandlung aufgetretenen Ereignisse von Obstipation

Die Dauer der Ereignisse von Obstipation sind nach Behandlungsgruppen zusammengefasst in Tabelle 2. Dauer   der während der Behandlung aufgetretenen Ereignisse von Obstipation: Doppelblinde Behandlungsphase 

Eine Obstipation wurde als anhaltend bezeichnet, wenn sie >30 Tage anhielt.2 Mehr Patienten, die mit Galcanezumab behandelt wurden, berichteten von anhaltender Obstipation (n=6) im Vergleich zu Placebo (n=2). Drei Patienten in der Galcanezumab 120 mg Dosisgruppe berichteten von leichter bis mittelschwerer Obstipation, die >90 Tage anhielt. Die Fälle werden zusammengefasst in Tabelle 3. Berichte über Obstipation, die > 90 Tage anhielt .

Tabelle 2. Dauera  der während der Behandlung aufgetretenen Ereignisse von Obstipation: Doppelblinde Behandlungsphase2

TEAE Dauer

N

PBO
(n)

GMB 120 mg
(n)

GMB 240 mg
(n)

7 Tage

10

4

0

6

>7 bis ≤30 Tage

2

1

1

0

>30 bis ≤60 Tage

4

2

1

1

>60 bis ≤90 Tage

1

0

1

0

>90 Tage

3

0

3

0

Abkürzungen: GMB = Galcanezumab; PBO = Placebo; TEAE = treatment-emergent adverse event, während der Behandlung aufgetretenes unerwünschtes Ereignis.

a Dauer der während der Behandlung aufgetretenen Obstipatoins Ereignisse wurde für jene Ereignisse berechnet, die einen dokumentierten Anfang und ein dokumentiertes Ende hatten.

Anmerkung: Die empfohlene Dosis zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat beträgt 120 mg Galcanezumab einmal monatlich mittels subkutaner Injektion, wobei die Behandlung mit einer Anfangsdosis von 240 mg eingeleitet wird.1 Zu beachten ist, dass die Ergebnisse einer Erhaltungsdosis von 240 mg Galcanezumab einmal monatlich hier ebenfalls beschrieben werden. Wenngleich diese Dosis in den Zulassungsstudien untersucht wurde, ist sie nicht zugelassen und wird daher nicht empfohlen.

Tabelle 3. Berichte über Obstipation, die > 90 Tage anhielt2

Dauer der Obstipation

Berichteter Begriff für AE

Schweregrad

Einzelheiten

95 Tage

Intermittierende Obstipation

leicht

  • Von Prüfarzt als nicht potentiell mit der Behandlung verbunden bewertet

  • Keine anderen AEs gemeldet 

  • Mit Macrogol behandelt und unter Diphenhydramin PRN Behandlung

138 Tage

Obstipation

leicht 

  • Von Prüfarzt als potentiell mit der Behandlung verbunden bewertet

  • Im gleichen Zeitraum wurde auch Diarrhö und Gastroenteritis berichtet

  • Einnahme von Citalopram seit 2010

183 Tage

Obstipation

mittelschwer

  • Von Prüfarzt als potentiell mit der Behandlung verbunden bewertet

  • Keine anderen AEs gemeldet

  • Mit Bisacodyl PRN gegen Obstipation behandelt. 

Abkürzungen: AE = adverse event, unerwünschtes Ereignis; PRN = as needed, nach Bedarf.

Beschreibung des Datensatzes

Galcanezumab wurde in randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-3-Studien bei Erwachsenen untersucht zur Prophylaxe der

  • episodischen Migräne (EVOLVE-1 und EVOLVE-2)3,4, und 

  • chronischen Migräne (REGAIN).5

Zu Beginn der doppelblinden Behandlungsphase wurden die Patienten im Verhältnis 2:1:1 randomisiert auf monatliche subkutane Injektionen von

  • Placebo

  • Galcanezumab 120 mg mit 240 mg Anfangsdosis oder

  • Galcanezumab 240 mg.3-5 

Anmerkung: Die empfohlene Dosis beträgt 120 mg Galcanezumab einmal monatlich mittels subkutaner Injektion, wobei die Behandlung mit einer Anfangsdosis von 240 mg eingeleitet wird.1 Die Ergebnisse einer Erhaltungsdosis 240 mg Galcanezumab einmal monatlich werden hier ebenfalls beschrieben. Wenngleich diese Dosis in den Zulassungsstudien untersucht wurde, ist sie nicht zugelassen und wird daher nicht empfohlen.

Die Studien hatten eine Dauer von

  • 6 Monaten für die Prophylaxe bei episodischer Migräne3,4 und

  • 3 Monaten für die Prophylaxe bei chronischer Migräne, mit einer optionalen, offenen Verlängerungsphase über 9 Monate. 5 

Biologische Plausabilität

Calcitonin Gene-Related Peptid ist 

  • im zentralen und peripheren Nervensystem weit verbreitet6 und 

  • primär auf den C und A-delta Nervenfasern lokalisiert und hat eine duale Rolle in der sensorischen (nozizeptiv) und efferenten (Effektor) Funktion.7

Calcitonin Gene-Related Peptid und seine Rezeptoren sind auch im enterischen System weit verbreitet und Tierstudien deuten auf eine Rolle von CGRP bei der Modulation der intestinale Neurotransmission, Mobilität und Sekretion hin. 8,9 Studien bei Nagern zeigten Veränderungen in der Beweglichkeit und Sekretion des Gastrointestinaltrakts, wenn Antagonisten von CGRP oder von seinen Rezeptoren verabreicht werden.9 Es ist daher plausibel, dass die modulierende CGRP-Funktion potentielle Auswirkungen auf den humanen Gastrointestinaltrakt haben kann. 

Referenzen

1. Emgality [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3. Stauffer VL, Dodick DW, Zhang Q, et al. Evaluation of galcanezumab for the prevention of episodic migraine: The EVOLVE-1 randomized clinical trial. JAMA Neurol. 2018;75(9):1080-1088. http://dx.doi.org/10.1001/jamaneurol.2018.1212

4. Skljarevski V, Matharu M, Millen BA, et al. Efficacy and safety of galcanezumab for the prevention of episodic migraine: Results of the EVOLVE-2 Phase 3 randomized controlled clinical trial. Cephalalgia. 2018;38(8):1442-1454. http://dx.doi.org/10.1177/0333102418779543

5. Detke HC, Goadsby PJ, Wang S, et al. Galcanezumab in chronic migraine: the randomized, double-blind, placebo-controlled REGAIN study. Neurology. 2018;91(24):e2211-e2221. http://dx.doi.org/10.1212/WNL.0000000000006640

6. Goadsby PJ, Holland PR, Martins-Oliveira M, et al. Pathophysiology of migraine: A disorder of sensory processing. Physiol Rev. 2017;97(2):553-622. http://dx.doi.org/10.1152/physrev.00034.2015

7. Russell FA, King R, Smillie SJ, et al. Calcitonin gene-related peptide: physiology and pathophysiology. Physiol Rev. 2014;94(4):1099-1142. http://dx.doi.org/10.1152/physrev.00034.2013

8. Iyengar S, Ossipov MH, Johnson KW. The role of calcitonin gene–related peptide in peripheral and central pain mechanisms including migraine. Pain. 2017;158(4):543-559. http://dx.doi.org/10.1097/j.pain.0000000000000831

9. Cottrell GS, Alemi F, Kirkland JG, et al. Localization of calcitonin receptor-like receptor (CLR) and receptor activity-modifying protein 1 (RAMP1) in human gastrointestinal tract. Peptides. 2012;35(2):202-211. http://dx.doi.org/10.1016/j.peptides.2012.03.020

Glossar

CGRP = Calcitonin Gene-Related Peptide

GI = gastrointestinal

Datum der letzten Prüfung: 2019 M04 04

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