Rayvow® Lasmiditan

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Darf Rayvow® (Lasmiditan) von Patienten eingenommen werden, die Kraftfahrzeuge führen oder Maschinen bedienen?

Lasmiditan sollte nur dann eingenommen werden, wenn der Patient nach der Einnahme mindestens 8 Stunden warten kann, bevor er Kraftfahrzeuge fährt oder Maschinen bedient.

AT_DE_cFAQ_LAS110_DRIVING
cFAQ
cFAQ
AT_DE_cFAQ_LAS110_DRIVING
de

Informationen aus der Fachinformation für Lasmiditan im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs oder dem Bedienen von Maschinen

Spezielle Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Lasmiditan ist mit Nebenwirkungen, die das ZNS betreffen, verbunden. In einer Studie im Fahrsimulator an gesunden Probanden beeinträchtigte Lasmiditan die Verkehrstüchtigkeit signifikant.1

  • Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, nach der Einnahme jeder Lasmiditan-Dosis für mindestens 8 Stunden kein Fahrzeug zu führen oder anderen Aktivitäten nachzugehen, die eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, selbst wenn sie sich dazu in der Lage fühlen.
  • Patienten, die diesen Rat nicht befolgen können, sollten Lasmiditan nicht einnehmen.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen 

Lasmiditan hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.1 

  • Die Verkehrstüchtigkeit wurde unter Verwendung einer computergestützten Fahrsimulation bewertet. Der primäre Endpunkt war der Unterschied zu Placebo in der Standardabweichung der Seitabweichung (SDLP), einem Maß für die Verkehrstüchtigkeit. Einzelgaben von 50 mg, 100 mg oder 200 mg Lasmiditan beeinträchtigten die Verkehrstüchtigkeit der Probanden 90 Minuten nach der Einnahme signifikant.
  • In einer anderen Studie mit 100 mg oder 200 mg Lasmiditan erreichte die Verkehrstüchtigkeit 8 Stunden oder später nach Einnahme von RAYVOW in keiner der beiden Dosierungen die Schwelle für eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit.

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, nach jeder Einnahme von Lasmiditan für mindestens 8 Stunden keinen Aktivitäten nachzugehen, die eine erhöhte Vorsicht erfordern, wie das Bedienen von Maschinen oder das Führen von Fahrzeugen, selbst wenn sie sich dazu in der Lage fühlen.1 

Patienten, die diesen Rat nicht befolgen können, sollten Lasmiditan nicht einnehmen.1

Klinische Pharmakologiestudien: Auswirkungen von Lasmiditan auf die simulierte Fahrleistung

Details zum Studiendesign finden Sie im Anhang.

Ergebnisse

Alle Lasmiditan-Dosen waren mit einer klinisch bedeutsamen Beeinträchtigung der simulierten Fahrleistung verbunden,

  • die 1,5 Stunden nach der Einnahme, etwa zum Zeitpunkt der maximalen Lasmiditan-Konzentration, festzustellen war und
  • 8 Stunden nach der Einnahme abklang.2

Die Assay-Empfindlichkeit wurde durch eine erhöhte Standardabweichung der Seitenlage (SDLP) bei aktiven Kontrollen (Alprazolam und Diphenhydramin) nach 1,5 bzw. 8 Stunden bestätigt.2

Bei Lasmiditan wurde eine dosisabhängige Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit beobachtet

In der LAHG-Studie wurde in der Fahrsimulatorbewertung für Lasmiditan 50 mg, 100 mg und 200 mg gegenüber Placebo 1,5 Stunden nach Einnahme eine dosisabhängige Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit beobachtet.2

Die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit war 8 Stunden nach der Einnahme abgeklungen

In der LAIF-Studie waren Lasmiditan 100 mg und 200 mg zum Zeitpunkt der primären Analyse nach 8 Stunden dem Placebo nicht unterlegen (Nichtunterlegenheit, p ≤ 0,0002). Nach 8 Stunden gab es im Vergleich zu Placebo einen mittleren Anstieg der SDLP von 

  • 1,0 cm für Lasmiditan 100 mg und
  • 1,8 cm für Lasmiditan 200 mg.2

Die beiden mittleren SDLP-Anstiege lagen unter der 4,4-cm-Schwelle für ein erhöhtes Unfallrisiko und wurden als klinisch nicht bedeutsam erachtet.2

12 und 24 Stunden nach der Dosis-Einnahme gab es keine Beeinträchtigung der simulierten Fahrleistung. Diese Ergebnisse wurden zu allen Zeitpunkten durch Symmetrieanalysen gestützt.2 

Sekundäre Ergebnisse

Sekundäre Endpunkte in Bezug auf die Fahrtüchtigkeit (einschließlich Fahrspurüberschreitung, Geschwindigkeit und Kollisionen), kognitive Testergebnisse und Selbstberichte (einschließlich Schläfrigkeit, Fahrbereitschaft und Motivation) unterstützen weiter die Schlussfolgerung, dass Lasmiditan

  • 1,5 Stunden nach der Einnahme einen dosisabhängigen Einfluss auf die Fahrleistung, die Kognition und die selbst berichtete Schläfrigkeit hatte und
  • bei Dosen von 100 mg und 200 mg 8 Stunden nach Einnahme mit keiner klinisch bedeutsamen Beeinträchtigung verbunden war.2,3

Sicherheit

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse waren Erkrankungen des Nervensystems, einschließlich Schwindelgefühl, Somnolenz und Fatigue. Die meisten Ereignisse

  • waren leicht bis mittelschwer (in beiden Studien)
  • wurden als mit der Studienbehandlung in Zusammenhang stehend angesehen und
  • klangen bis zum Zeitpunkt der 8-Stunden-Bewertung (LAIF-Studie) ab.2

Klinische Phase-3-Studien: Auswirkungen von Lasmiditan auf die simulierte Fahrleistung 

SAMURAI und SPARTAN

Es wurde eine gepoolte Sicherheitsanalyse von 4439 erwachsenen Patienten mit Migräne aus den placebokontrollierten Phase-3-Studien SAMURAI und SPARTAN zur Akutbehandlung durchgeführt. In diesen Studien zu einzelnen Migräneanfällen, in denen die Prüfärzte die Patienten anweisen mussten, nach der Einnahme 12 Stunden lang kein Kraftfahrzeug zu führen, gab es 

  • kein erhöhtes Verletzungsrisiko im Zusammenhang mit neurologischen, während der Therapie aufgetretenen unerwünschten Ereignissen und
  • keine berichteten während der Therapie aufgetretenen Verkehrsunfälle oder eingeschränkte Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.4

GLADIATOR

Patienten, die SAMURAI oder SPARTAN abgeschlossen hatten, konnten sich für die Teilnahme an GLADIATOR entscheiden, einer 12-monatigen, offenen Sicherheitsstudie zur Bewertung der intermittierenden Langzeit-Anwendung von Lasmiditan zur Akutbehandlung von Migräne. Die Patienten wurden angewiesen, 12 Stunden nach der Einnahme von Lasmiditan kein Kraftfahrzeug zu führen und keine Maschinen zu bedienen.5

Verkehrsunfälle wurden von 5 Patienten (0,2 %) berichtet, einschließlich

  • 3 mit 100 mg Lasmiditan behandelten Patienten und
  • 2 mit 200 mg Lasmiditan behandelten Patienten.3

Zwei (Lasmiditan 100 mg) der 5 gemeldeten Verkehrsunfälle wurden als während der Therapie aufgetreten angesehen, aber keiner wurde vom Prüfarzt als behandlungsbedingt angesehen.3

Keiner der Verkehrsunfälle war auf ein während der Therapie aufgetretenes, unerwünschtes ZNS-Ereignis zurückzuführen.3

Referenzen

1Rayvow [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2Pearlman EM, Wilbraham D, Dennehy EB, et al. Effects of lasmiditan on simulated driving performance: results of two randomized, blinded, crossover studies with placebo and active controls. Hum Psychopharmacol. Published online May 25, 2020. http://dx.doi.org/10.1002/hup.2732

3Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

4Krege JH, Rizzoli PB, Liffick E, et al. Safety findings from phase 3 lasmiditan studies for acute treatment of migraine: results from SAMURAI and SPARTAN. Cephalalgia. 2019;39(8):957-966. http://dx.doi.org/10.1177/0333102419855080

5Brandes JL, Klise S, Krege JH, et al. Interim results of a prospective, randomized, open-label, phase 3 study of the long-term safety and efficacy of lasmiditan for acute treatment of migraine (the GLADIATOR study). Cephalalgia. 2019;39(11):1343-1357. http://dx.doi.org/10.1177/0333102419864132

6Kay GG, Logan BK. Drugged driving expert panel report: a consensus protocol for assessing the potential of drugs to impair driving. DOT HS 811 438. https://www.nhtsa.gov/sites/nhtsa.dot.gov/files/811438.pdf. Published March 2011. Accessed December 12, 2019.

7Evaluating drug effects on the ability to operate a motor vehicle: guidance for industry. Food and Drug Administration: Center for Drug Evaluation and Research; November 2017. https://www.fda.gov/regulatory-information/search-fda-guidance-documents/evaluating-drug-effects-ability-operate-motor-vehicle. Accessed December 9, 2019.

Anhang

Studiendesign von klinischen pharmakologischen Studien

Zwei randomisierte, kontrollierte Crossover-Studien, LAHG und LAIF, wurden durchgeführt, um die Auswirkungen von Lasmiditan auf die simulierte Fahrleistung bis zu 24 Stunden nach Einnahme bei gesunden Teilnehmern zu untersuchen.2

Die LAHG-Studie wurde entwickelt, um die Auswirkungen von Einzeldosen von Lasmiditan 50 mg, 100 mg und 200 mg, Alprazolam 1 mg und Placebo auf die simulierte Fahrleistung 1,5 Stunden nach Einnahme (ungefährer Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration von Lasmiditan) zu untersuchen.2

Die LAIF-Studie wurde entwickelt, um die Auswirkungen von 100 mg und 200 mg Lasmiditan, 50 mg Diphenhydramin und Placebo auf das simulierte Fahren 8, 12 und 24 Stunden nach Einnahme zu untersuchen.2

Aus verschiedenen Gründen wurden keine Fahrbewertungen zwischen 1,5 Stunden und 8 Stunden nach der Einnahme durchgeführt. Um die Erfassung der Dauer der Auswirkung von Lasmiditan auf die simulierte Fahrleistung zu optimieren, wurden die Zeitpunkte 8, 12 und 24 Stunden basierend auf allen verfügbaren Daten aus früheren Studien, einschließlich Pharmakokinetik, unerwünschten Ereignissen und Schlafskalen, ausgewählt.3 Aufgrund der Möglichkeit, dass die Bewertungsbelastung die Leistung negativ beeinflusst, beträgt die empfohlene Grenze für Simulatorbewertungen maximal 2 pro Tag mit einer 4-stündigen Pause dazwischen.6

Gemäß den Richtlinien der FDA,7 werden Positivkontrollen, einschließlich sedierende Antihistaminika wie Diphenhydramin und Benzodiazepin-ähnliche Medikamente wie Alprazolam häufig verwendet, um das Ausmaß und die Dauer der Beeinträchtigung zu verstehen. Die verabreichten Dosierungen für Alprazolam und Diphenhydramin stimmten mit den zugelassenen Dosierungen laut Fachinformation überein und wurden in früheren Studien zur Fahrleistung ermittelt.2,3

Bei beiden Studien wurden gesunde Erwachsene aufgenommen, die aktive Fahrer waren und keines der Folgenden in der Vorgeschichte hatten:

  • Schlafstörung
  • Substanzmissbrauch oder
  • gleichzeitige Einnahme von Stimulanzien oder Schlafmitteln.2

Wichtigste Kriterien für die Aufnahme in die Studie waren:

  • Männer und Frauen im Alter von 21 bis 50 Jahren
  • Body-Mass-Index von 18 bis 35 kg/m2
  • aktive Fahrer mit gültigem Führerschein
  • ein regelmäßiger Schlafrhythmus und
  • ein Score von < 10 auf der Epworth Sleepiness Scale.2

Der primäre Endpunkt für beide Studien war die SDLP, ein Messwert für den Grad der Fahrzeugkontrolle (Weaving), unter Verwendung des Cognitive Research Corporation Driving Simulator-MiniSim. Die Teilnehmer wurden angewiesen, etwa 60 Minuten lang einen 100 km langen Autobahnabschnitt mit konstanter Fahrspurposition und konstanter Geschwindigkeit zu fahren.2

Ein SDLP-Schwellenwert von +4,4 cm ist mit einem erhöhten relativen Risiko für Autounfälle verbunden. In beiden Studien wurden Lasmiditan-Dosen gegenüber Placebo-Dosen als nicht unterlegen angesehen, wenn die Obergrenze des 95-%-Konfidenzintervalls für den SDLP-Unterschied zwischen Lasmiditan-Dosis und Placebo weniger als 4,4 cm betrug, vergleichbar mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,05 %.2

Datum der letzten Prüfung: 08. Mai 2020


Fragen Sie Lilly

Rufen Sie uns an

Medizinische Information
montags bis freitags von 08.30 Uhr bis 16.30 Uhr

06172-273-2222

Feedback
(08 00) 5 45 59 77
Ihre Meinung ist uns wichtig. Wir freuen uns auf Ihre Wünsche, Anregungen oder auch Kritik.

Weitere Kontaktmöglichkeiten

Live Chat

Live Chat ist nicht verfügbar.

montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Kontaktformular