Cyramza® Ramucirumab

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Cyramza® (Ramucirumab): Zum Therapieabbruch führende unerwünschte Ereignisse in der RELAY-Studie

In der RELAY-Studie war die Inzidenz von während der Therapiephase aufgetretenen unerwünschten Ereignissen, die zum Abbruch der Studientherapie führten, unter Ramucirumab plus Erlotinib und Placebo plus Erlotinib insgeamt ähnlich.

Studiendesign

Die RELAY-Studie war eine globale, multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie Phase 3 bei Patienten (N = 449) mit zuvor unbehandeltem, EGFR-Mutation-positivem, metastasiertem NSCLC. Alle Patienten wiesen eine EGFR-Mutation mit Exon 19 Deletion oder Exon 21 L858R und einen ECOG PS von 0 oder 1 auf. Die Patienten wurden randomisiert im Verhältnis 1:1 (mit Stratifizierung nach Geschlecht, Region, EGFR-Mutationstyp und EGFR-Testmethode) auf Erlotinib (150 mg/Tag) plus Ramucirumab (10 mg/kg alle 2 Wochen; n = 224) oder Placebo (10 mg/kg alle 2 Wochen; n = 225) bis zum Progress oder inakzeptablen Toxizität.1

Abbruch der Studienmedikation aufgrund von unerwünschten Ereignissen

In der RELAY-Studie war die Inzidenz von TEAE, die zum Abbruch der Sudientherapie führten, unter Ramucirumab plus Erlotinib und Placebo plus Erlotinib insgesamt ähnlich (12,7 % vs. 10,7 %).1

Patienten mussten Ramucirumab oder Placebo absetzen bei

  • Grad 3 oder 4

    • IRR

    • ATE

    • VTE

    • Blutungsereignissen oder

    • CHF

  • unkontrollierter Hypertonie, hypertensiver Krise oder hypertensiver Enzephalopathie (Grad 4)

  • Proteinurie > 3 g/24 h oder bei nephrotischem Syndrom

  • GI Perforation

  • Fisteln

  • RPLS oder

  • hepatischer Enzephalopathie und/oder hepatorenalem Syndrom.2

Patienten mussten Erlotinib absetzen bei

  • ILD

  • schweren Laborwertabweichungen

  • GI Perforation

  • schweren bullösen, blasenbildenden oder exfoliativen Hauterkrankungen

  • Hornhautperforation oder

  • schweren Ulzerationen.2

Die TEAE, die zum Abbruch der Studienmedikation geführt haben, werden in Tabelle 1 zusammengefasst.

Tabelle 1. Während der Therapiephase aufgetretene unerwünschte Ereignisse, die bei ≥ 1 Patient aus der Sicherheitspopulation der RELAY-Studie unter Ramucirumab plus Erlotinib zum Abbruch der gesamten Studientherapie geführt haben2

TEAE, n (%)

Alle Grade

Grad ≥ 3

Alle Grade

Grad ≥ 3

Ramucirumab + Erlotinib
(N = 221)

Placebo + Erlotinib
(N = 225)

Patienten mit Abbruch der Studienmedikation aufgrund TEAE

28 (12,7)

15 (6,8)

24 (10,7)

13 (5,8)

ALT erhöht

3 (1,4)

3 (1,4)

4 (1,8)

3 (1,3)

Paronychie

3 (1,4)

0

0

0

Akneiforme Dermatitis

2 (0,9)

2 (0,9)

0

0

Proteinurie

2 (0,9)

0

0

0

Akute Nierenschädigung

1 (0,5)

0

0

0

Anämie

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Angst

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

AST erhöht

1 (0,5)

1 (0,5)

1 (0,4)

0

Kreatin-Phosphokinase im Blut erhöht

1 (0,5)

0

0

0

Diarrhoe

1 (0,5)

0

0

0

Influenza Enzephalitis

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Gamma-Glutamyltransferase erhöht

1 (0,5)

0

0

0

Erosive Gastritis

1 (0,5)

0

0

0

Hämothorax

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Abweichende Leberfunktion

1 (0,5)

1 (0,5)

3 (1,3)

3 (1,3)

Hepatitis

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Herpes zoster

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Abnahme der Thrombozytenzahl

1 (0,5)

0

0

0

Pleuraerguss

1 (0,5)

0

0

0

Septischer Schock

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Dünndarmblutung

1 (0,5)

1 (0,5)

0

0

Stomatitis

1 (0,5)

0

0

0

Abkürzungen: ALT = Alanin-Aminotransferase; AST = Aspartat-Aminotransferase; TEAE = treatment-emergent adverse event, ein während der Therapiephase aufgetretenes unerwünschtes Ereignis. 

Abbruch der Studienmedikation aufgrund Todesfall

Todesfälle unter Therapie und bis zu 30 Tage nach Ende der Studienmedikation wurden nur unter Ramucirumab plus Erlotinib (2,7 %) berichtet, keine unter Placebo plus Erlotinib.1 Die Mehrzahl der durch Prüfärzte berichteten Todesfälle waren durch AEs begründet (Influenza-Enzephalitis, Hämothorax, Lymphom, Pneumonie, bakterielle Pneumonie und Nierenversagen).2 Nur 1 Ereignis (Hämothorax) wurde durch den Prüfarzt als mit der Studienmedikation zusammenhängend angesehen.2 Todesfälle unter Therapie und bis 30 Tage nach Ende der Studienmedikation werden in Tabelle 2 zusammengefasst.

Tabelle 2. Todesfälle unter Therapie oder innerhalb von 30 Tagen nach Ende der Studienmedikation in der RELAY-Studie2

 

Ramucirumab + Erlotinib
N = 221
n (%)

Placebo + Erlotinib
N = 224
n (%)

Todesfälle unter Therapie oder innerhalb von 30 Tagen nach Ende der Studienmedikation

8 (3,6)

2 (0,9)

Unerwünschte Ereignisse

6 (2,7)

0

Unerwünschte Ereignisse mit Zusammenhang zur Studienmedikation

1 (0,5)

0

Studienerkrankung

2 (0,9)

2 (0,9)

Referenzen

1. Nakagawa K, Garon EB, Seto T, et al. Ramucirumab plus erlotinib in patients with untreated, EGFR-mutated, advanced non-small-cell lung cancer (RELAY): a randomised, double-blind, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet Oncol. 2019;20(12):1655-1669. https://doi.org/10.1016/S1470-2045(19)30634-5

2. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

Glossar

AE = adverse event = unerwünschtes Ereignis

ATE = arterielles thromboembolisches Ereignis

CHF = congestive heart failure, kongestive Herzinsuffizienz

ECOG = Eastern Cooperative Oncology Group

EGFR = epidermal growth factor receptor, epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor

GI = gastrointestinal

ILD = interstitial lung disease, interstitielle Lungenerkrankung

IRR = infusion-related reaction, infusionsbedingte Reaktion

NSCLC = non-small cell lung cancer, nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom

PS = Performance-Status

RPLS = reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom

TEAE = treatment-emergent adverse event, ein während der Therapiephase aufgetretenes unerwünschtes Ereignis

VTE = venöses thromboembolisches Ereignis

Datum der letzten Prüfung: 2019 M10 23


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