Cyramza® Ramucirumab

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Cyramza® (Ramucirumab): Anwendung bei hepatozellulärem Karzinom

Ramucirumab ist als Monotherapie indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem oder inoperablem hepatozellulärem Karzinom, die ein AFP von ≥400 ng/ml aufweisen und die zuvor mit Sorafenib behandelt wurden.



Phase-3-Studien

REACH-2

In einer globalen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurde Ramucirumab plus BSC mit Placebo plus BSC bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC (hepatozellulärem Karzinom) und erhöhtem AFP-Wert (Alpha-Fetoprotein) bei Baseline nach Erstlinientherapie mit Sorafenib verglichen.1

Als für die Teilnahme geeignet galten Patienten mit

  • Diagnose HCC (histologisch oder radiologisch-bildgebend bestätigt) oder, bei fehlender histologischer Bestätigung, einer Diagnose von Zirrhose und HCC mit klassischen Charakteristika im Bildbefund,

  • als BCLC-Stadium C oder Stadium B und refraktär oder nicht zugänglich für lokoregionäre Therapie klassifizierter Erkrankung,

  • Child-Pugh Stadium A,

  • einem ECOG PS-Score von 0 oder 1,

  • einem AFP-Wert von ≥400 ng/ml bei Studieneintritt,

  • vorheriger Behandlung mit Sorafenib (die wegen Progression oder Unverträglichkeit abgebrochen wurde) und

  • adäquaten hämatologischen und biochemischen Parametern.1

Patienten erhielten randomisiert im Verhältnis 2:1 (stratifiziert nach geografischer Region, ECOG PS bei Studieneintritt und makrovaskulärer Invasion) Ramucirumab 8 mg/kg plus BSC (n = 197) oder Placebo plus BSC (n = 95) alle 14 Tage bis zu Tumorprogress oder inakzeptabler Toxizität oder bis zum Zutreffen von Abbruchkriterien.1 

Der primäre Endpunkt war das OS. Eine signifikante Verbesserung des OS wurde bei Patienten, die Ramucirumab plus BSC erhielten, gegenüber Patienten, die Placebo plus BSC erhielten, beobachtet (8,5 vs. 7,3 Monate; HR = 0,710 [95 % CI: 0,531–0,949); p = 0,0199).1

TEAE aller Grade, die während der Behandlung bei ≥20 % der Patienten, die Ramucirumab plus BSC erhielten, auftraten, waren unabhängig von der Ursache:

  • Ermüdung

  • peripheres Ödem

  • Hypertonie

  • verminderter Appetit

  • Leberschaden/Leberinsuffizienz

  • Blutungen/Blutungsereignisse

  • Abdominalschmerz und

  • Proteinurie.1

Detailliertere Informationen zur REACH-2-Studie sind auf Anfrage erhältlich. 

REACH

Eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie wurde bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC nach Erstlinienbehandlung mit Sorafenib durchgeführt.2

Als für die Teilnahme geeignet galten Patienten mit

  • der Diagnose HCC (histologisch oder mittels radiologischer Bildgebung bestätigt),

  • als BCLC-Stadium C oder Stadium B und refraktär oder nicht zugänglich für lokoregionäre Therapie klassifizierter Erkrankung,

  • Child-Pugh Stadium A,

  • einem ECOG PS-Score von 0 oder 1,

  • vorheriger Behandlung mit Sorafenib (die wegen Progression oder Unverträglichkeit abgebrochen wurde),

  • adäquaten hämatologischen und

  • biochemischen Parametern.2

Die Patienten erhielten randomisiert im Verhältnis 1:1 (stratifiziert nach geografischer Region und Ätiologie der Lebererkrankung) Ramucirumab (8 mg/kg i.v. alle 2 Wochen) plus BSC (n = 283) oder Placebo (alle 2 Wochen) plus BSC (n = 282) bis zu Tumorprogress, inakzeptabler Toxizität, Widerruf der Einwilligungserklärung oder Tod.2

Der primäre Endpunkt war das Gesamtüberleben. Das mediane Gesamtüberleben betrug 9,2 Monate im Ramucirumab-Arm im Vergleich zu 7,6 Monaten im Placebo-Arm (HR=0,87; 95 % CI: 0,72–1,05; p = 0,14).2

Folgende unerwünschte Ereignisse vom Grad ≥3 traten in den Behandlungsarmen bei ≥5 % der Patienten auf:

  • Hypertonie

  • Progression einer bösartigen Neubildung

  • Aszites

  • Asthenie

  • Aspartataminotransferase erhöht

  • Thrombozytopenie

  • Bilirubin im Blut erhöht und

  • Hyperbilirubinämie.2

Detailliertere Informationen zur REACH-Studie sind auf Anfrage erhältlich.

Phase-2-Studie

In einer einarmigen Erstlinienstudie wurde die Anwendung von Ramucirumab bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC untersucht.3

Als für die Teilnahme geeignet galten Patienten mit

  • einer Lebererkrankung im Child-Pugh Stadium A oder B,

  • einem CLIP-Score von 0 bis 3 sowie

  • einem ECOG PS-Score von 0 oder 1.3

Die Patienten (n = 42) erhielten Ramucirumab 8 mg/kg i.v. alle 2 Wochen bis zu Tumorprogress oder inakzeptabler Toxizität.3

Der primäre Endpunkt PFS betrug 4,0 Monate (95 % CI: 2,6–5,7).3

Zu den am häufigsten aufgetretenen TEAEs vom Grad ≥3 gehörten

  • Hypertonie,

  • gastrointestinale Blutung,

  • Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion und

  • Ermüdung.3

Referenzen

1. Zhu AX, Kang YK, Yen CJ, et al. Ramucirumab after sorafenib in patients with advanced hepatocellular carcinoma and increased α-fetoprotein concentrations (REACH-2): a randomised, double-blind, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet Oncol. 2019;20(2):282-296. http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(18)30937-9

2. Zhu AX, Park JO, Ryoo B-Y et al. Ramucirumab versus placebo as second-line treatment in patients with advanced hepatocellular carcinoma following first-line therapy with sorafenib (REACH): a randomised, double-blind, multicentre, phase 3 trial. Lancet Oncol. 2015;16(7):859-870. http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(15)00050-9

3. Zhu AX, Finn RS, Mulcahy M, et al. A phase II and biomarker study of ramucirumab, a human monoclonal antibody targeting the VEGF receptor-2, as first-line monotherapy in patients with advanced hepatocellular cancer. Clin Cancer Res. 2013;19(23):6614-6623. http://dx.doi.org/10.1158/1078-0432.CCR-13-1442.

Glossar

AFP = Alpha-Fetoprotein

BCLC = Barcelona Clinic Liver Cancer

BSC = beste unterstützende Therapiemaßnahme (best supportive care)

CLIP = Cancer of the Liver Italian Programme

ECOG = Eastern Cooperative Oncology Group

HCC = hepatozelluläres Karzinom (hepatocellular carcinoma)

HR = Hazard Ratio

i.v. = intravenös

OS = Gesamtüberleben (overall survival)

PFS = progressionsfreies Überleben (progression-free survival)

PS = Performance-Status

TEAE = während der Therapie aufgetretenes unerwünschtes Ereignis (treatment-emergent adverse event)

Datum der letzten Prüfung: 2019 M03 12

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