Baqsimi® Glucagon-Nasenpulver

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Baqsimi® (Glucagon-Nasenpulver): Phäochromozytom

Glucagon-Nasenpulver ist bei Patienten mit Phäochromozytom kontraindiziert.

Detaillierte Informationen

Personen mit einer Vorgeschichte von Phäochromozytomen wurden von den klinischen Studien zu Glucagon-Nasenpulver ausgeschlossen.1

Glucagon-Nasenpulver ist bei Patienten mit Phäochromozytom kontraindiziert, weil Glucagon eine Katecholamin-Ausschüttung aus dem Tumor auslösen kann.2

Im Falle einer drastischen Blutdruckerhöhung kann die Gabe von nicht-selektiven α-Blockern nachweislich eine wirksame Blutdrucksenkung bewirken.2

Tumorinduzierte Freisetzung von Katecholaminen

Phäochromozytome sind seltene neuroendokrine Tumore, der sich meist im Nebennierenmark befinden3,4und weniger häufig in Form von extra-adrenalen Paragangliomen auftreten.3 Phäochromozytom-Tumorzellen haben spezifische Glucagon-bindende Rezeptoren, die als Reaktion auf die Glucagon-Gabe stimuliert werden und die Freisetzung hoher Mengen der zirkulierenden Katecholamine, Noradrenalin und Adrenalin verursachen können.3,4  

Die klinische Darreichung variiert bei Menschen aufgrund der hämodynamischen und metabolischen Wirkungen der Katecholamine erheblich (Tabelle 1).3 

Tabelle 1. Anzeichen und Symptome eines Phäochromozytoms3

Anzeichen

Symptome

Hypertoniea

Kopfschmerzen

Tachykardie oder Reflex-Bradykardie

Übermäßiges Schwitzen

Lageabhängige Hypotonie

Palpitationen

Blässe

Angst

Hitzewallungen

Tremore

Nüchternhyperglykämie

Schmerzen in der Brust oder im Bauch

Erhöhte Atemfrequenz

Ermüdung oder Schwäche

Gewichtsverlust

Übelkeit oder Erbrechen

Verminderte GI-Motilität

Schwindelgefühl

Psychose

Parästhesie


Visuelle Störungen

Konstipationb

Abkürzungen: GI = gastrointestinal.

a Anhaltend oder paroxysmal.

b Selten Diarrhöe.

Injizierbares Glucagon

Phäochromozytome haben zu Multiorganversagen und seltenen, lebensbedrohlichen Bluthochdruckkrisen geführt, da als Reaktion auf die Gabe von injizierbarem Glucagon sehr hohe Katecholaminmengen freigesetzt wurden.3,4

Einmal wurde zur Bestätigung der Diagnose eines Phäochromozytoms ein injizierbares Glucagon verwendet. Dies wird wegen des Risikos, eine Phäochromozytomkrise auszulösen, nicht mehr empfohlen.3,4

Referenzen

1. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

2. Baqsimi [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande

3. Eisenhofer G, Rivers G, Rosas AL, et al. Adverse drug reactions in patients with phaeochromocytoma: incidence, prevention and management. Drug Safety. 2007;30(11)1031-1062. https://doi.org/10.2165/00002018-200730110-00004

4. Hosseinnezhad A, Black R, Aeddula N, et al. Glucagon-induced pheochromocytoma crisis. Endocr Pract. 2011;17(3):e51-e54. https://doi.org/10.4158/EP10388.CR

Datum der letzten Prüfung: 2019 M08 30

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