Abasaglar® Insulin glargin

Die folgenden Informationen werden als Antwort auf Ihre Anfrage zur Verfügung gestellt und können Informationen über Dosierung, Formulierungen und Bevölkerungsgruppen enthalten, die sich von der Zulassung unterscheiden.

Abasaglar® (Insulin glargin): Wirkmechanismus

Der Stoffwechsel von Abasaglar® ergibt 2 aktive Metaboliten, M1 und M2, die in vitro ähnliche Aktivität wie Insulin haben.

Detaillierte Informationen

Abasaglar ist ein Humaninsulinanalogon, dass für eine geringe Löslichkeit bei neutralem pH-Wert vorgesehen ist. Es ist bei dem sauren pH-Wert (pH 4) der Abasaglar-Injektionslösung komplett löslich.1

Nach der Injektion in das Subkutangewebe wird die saure Lösung neutralisiert, was zur Bildung von Mikropräzipitaten führt, aus denen kontinuierlich geringe Mengen von Abasaglar freigesetzt werden. 1

Abasaglar zeigt eine langsame und lang andauernde Absorption sowie auf ein relativ konstantes Konzentrations-Zeit-Profil ohne ausgeprägten Höchstwert über einen Zeitraum von 24 Stunden. 1

Das Insulin glargin wird am Carboxy-Ende der Beta-Kette abgebaut, wodurch die zwei aktiven Metaboliten M1 und M2 entstehen. Die In-vitro-Aktivität von M1 und M2 gleicht der von Insulin. 1

Insulinrezeptorbindung

Abasaglar ähnelt menschlichem Insulin sehr in Bezug auf die Insulinrezeptor-Bindungskinetik. Es kann daher als Vermittler der gleichen Wirkungsart über den Insulinrezeptor wie Insulin angesehen werden. 2

IGF-1-Rezeptorbindung

Die Wirkstärke von IGlar bei der Stimulierung der Autophosphorylierung des IGF-1R ist ungefähr 5-mal höher als bei menschlichem Insulin. Allerdings ist die Wirkstärke von IGlar bei der Autophosphorylierung des gleichen Rezeptors ungefähr 30 Mal geringer als die Wirkstärke des IGF-1. Die mitogenen Wirkstärken der Insulin-glargin-Metabolite M1 und M2 sind vergleichbar mit derjenigen von menschlichem Insulin. 3

Die in gesunden Patienten und solchen mit T1DM gefundene therapeutische IGlar-Konzentration war ähnlich den Werten frei zirkulierender IGF-1, da 99 % der IGF-1 an die IGF-bindenden Proteine 1–6 gebunden wurden. Aufgrund verminderter Affinität für den IGF-1-Rezeptor konkurriert Insulin glargin allerdings wahrscheinlich nicht mit IGF-1 an diesem Rezeptor. 3

Referenzen

1. Abasaglar [Fachinformation]. Eli Lilly Nederland B.V., Niederlande.

2. Data on file, Eli Lilly and Company and/or one of its subsidiaries.

3. Sommerfeld MR, Müller G, Tschank G, et al. In vitro metabolic and mitogenic signaling of insulin glargine and its metabolites. PLoS One. 2010;5(3):e9540. http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0009540

Glossar

Abasaglar = Abasaglar® (insulin glargine injection) 100 Einheiten/mL

IGF = insulin-like growth factor

IGF-1 = insulin-like growth factor 1

IGF-1R = insulin-like growth factor 1 receptor

IGlar = insulin glargine

M1 = 21A-Gly-human insulin

M2 = 21A-Gly-des-30B-Thr-human insulin

T1DM = Typ 1 Diabetes mellitus

Datum der letzten Prüfung: 2019 M01 10

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